
Dann wandten sie sich wieder dem Leben und der Wärme der Stadt zu, dem langen goldenen Zeitalter, dessen Anfang bereits im Nebel der Vergangenheit verloren und dessen Ende noch entfernter war. Andere Menschen hatten von einem solchen Zeitalter geträumt, aber sie allein hatten es erreicht.
Denn sie hatten in der gleichen Stadt gelebt, waren die gleichen, wunderbar unveränderten Straßen gegangen, während mehr als tausend Millionen Jahre dahingezogen waren.
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Sie hatten viele Stunden gebraucht, um sich aus der Höhle der weißen Drachen frei zu kämpfen. Selbst jetzt wußten sie nicht genau, ob sie noch von den Ungeheuern verfolgt wurden — und die Leistungskraft ihrer Waffen war beinahe erschöpft. Voraus wies ihnen der schwebende Lichtpfeil, ihr geheimnisvoller Führer im Labyrinth des Kristallberges, den Weg. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als ihm zu folgen, obwohl er sie in noch schrecklichere Gefahren locken konnte.
Alvin sah sich nach seinen Begleitern um. Dicht hinter ihm ging Alystra; sie trug die Kugel aus kaltem, unauslöschlichem Licht, die seit dem Beginn ihres Abenteuers so viele Schrecken und so viele Schönheiten enthüllt hatte. Der blasse, weiße Glanz überflutete den engen Gang und fiel von den glitzernden Wänden zurück; solange die Kugel schimmerte, konnten sie ihren Weg erkennen und jede sichtbare Gefahr sofort entdecken. Aber die größten Gefahren in diesen Höhlen, das wußte Alvin nur allzugut, waren keineswegs die sichtbaren.
Hinter Alystra schleppten sich Narillian und Floranus mit den schweren Projektoren ab. Alvin fragte sich, warum die Projektoren so schwer waren; es wäre so einfach gewesen, sie mit Schwerkraftneutralisatoren zu versehen. Er dachte immer an solche Dinge, selbst mitten in den aufregendsten Abenteuern. Wenn solche Gedanken in ihm auftauchten, schien es, als erzittere für einen Augenblick die Struktur der Wirklichkeit, und er würfe hinter der Welt der Sinne einen Blick auf ein anderes Universum…
