Die zwei Welten schienen miteinander in Widerstreit zu liegen, wobei erst die eine, dann die andere das Übergewicht gewann. Dann war ganz plötzlich alles vorbei. Ein knackendes, reißendes Gefühl — und der Traum war zu Ende. Alvin befand sich wieder in Diaspar, in seinem eigenen, vertrauten Raum, einen halben Meter über dem Boden schwebend, da ihn das Schwerkraftfeld vor der Berührung mit der groben Materie schützte.

Er war wieder er selbst. Dies war die Wirklichkeit — und er wußte genau, was nun geschehen würde.

Alystra erschien als erste. Sie war eher verwirrt als ärgerlich, denn sie liebte Alvin sehr.

„Ach, Alvin!“ jammerte sie, als sie von der Wand auf ihn heruntersah, in der sie sich anscheinend materialisiert hatte. „Das Abenteuer war so aufregend! Warum mußtest du es verderben?“

„Es tut mir leid! Ich wollte eigentlich nicht — ich dachte nur, es wäre eine gute Idee…“

Er wurde vom gleichzeitigen Erscheinen Callistrons und Floranus' unterbrochen.

„Jetzt hör mal zu, Alvin“, begann Callistron. „Das ist nun das dritte Mal, daß du ein Abenteuer unterbrichst. Du hast gestern die Szene durchbrochen, als du aus dem Tal der Regenbogen emporzuklettern versuchtest.

Und am Tag vorher brachtest du alles durcheinander, als du die Zeitspur bis zum Ursprung zurückverfolgen wolltest. Wenn du die Regeln nicht einhältst, mußt du in Zukunft allein gehen.“

Zornig verschwand er mit Florarius. Narillian erschien überhaupt nicht; wahrscheinlich hatte er die ganze Sache satt. Nur das Bild Alystras blieb übrig und schaute traurig auf Alvin herab.

Alvin kippte das Schwerkraftfeld, stellte sich auf die Füße und ging zu dem Tisch, den er materialisiert hatte. Eine Schale mit exotischen Früchten erschien darauf — nicht die Speisen, die er eigentlich wünschte; in der Verwirrung waren seine Gedanken abgeirrt. Er wollte seinen Fehler nicht aufdecken, nahm die am wenigsten gefährlich aussehende Frucht und begann vorsichtig, an ihr zu saugen.



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