
Die Sechsfüßer waren Allesfresser. Man gab ihnen Stroh und Heu, Fische aus dem See und Abfälle der städtischen Küchen… Nur eins war schlimm — daß die alten Sechsfüßer ausstarben. Um sie zu ersetzen, mußte man neue in einem Felslabyrinth einfangen, das die Höhle umgab. Dieses Labyrinth wurde zu einem königlichen Schutzpark erklärt. Dort war den Bürgern das Jagen unter Todesstrafe verboten. Im königlichen Schutzpark herrschte Stille. Kein Geräusch unterbrach das Schweigen der unterirdischen Gänge. In einer Höhle stand einst ein Sechsfüßer mit zottigem weißem Fell, das ein schwaches Licht aussandte, welches die Gegenstände im Umkreis von zwei, drei Schritten beleuchtete. Das Tier löste mit der Zunge gierig riesige Schnecken von dem nassen Fels und verschlang sie mitsamt dem Gehäuse. Lange gab es sich dieser angenehmen Beschäftigung hin, als plötzlich aus der Ferne Lärm an sein feines Ohr drang. Das Tier horchte, nahm nun schon langsamer die Schnecken vom Fels auf und drehte unruhig den zottigen Kopf nach allen Seiten. Was hatte den Sechsfüßer so beunruhigt? Das sollte sich bald zeigen. In der Ferne tauchten Lichtflecke auf, dann wurden Menschen mit leuchtenden Kugeln an den Hüten sichtbar. Das Licht ähnelte dem, welches das Fell des Sechsfüßers ausstrahlte, nur war es viel heller und beleuchtete die Gegenstände zwanzig Schritte im Umkreis. Schlanke Männer in Lederkleidung näherten sich dem Tier. Sie hielten gleichen Abstand voneinander und trugen ein langes Netz vor sich her, das über die ganze Breite der Höhle gespannt war. Manche hielten Stöcke mit Schlingen am Ende in den Händen. Die Bewohner des Unterirdischen Landes waren auf Sechsfüßerjagd.
