„Leise, Freunde!" sagte der Anführer der königlichen Jäger, der geschickte Tierfänger Ortega. „Das Tier ist nicht weit."

„Paßt auf an den Seiten", befahl Ortega. „Die Sechsfüßer suchen immer an der Wand durchzuschlüpfen." „Die Fackeln sind bereit", sagten die Männer. „Wir werden ihn mit dem Feuer schrecken." So leise die Menschen auch sprachen, das Tier hörte sie und huschte in einen schmalen Gang. Aber die erfahrenen Jäger, die das Labyrinth genau kannten, hatten auch den zweiten Ausgang der Höhle mit einem Netz versperrt, das eine andere Schar hielt. Der Sechsfüßer kehrte heulend um und begann durch die Höhle zu rasen. Die Jäger aber erhoben ein lautes Geschrei, zündeten ihre Fackeln an, stampften mit den Füßen und schlugen mit den Stöcken auf den felsigen Boden. Der durch das Echo verstärkte Lärm erschreckte das Tier derart, daß es vorwärts stürmte und sich in den weiten Maschen des Netzes verfing. Die Stricke drohten unter den wuchtigen Tatzenschlägen zu zerreißen, aber die Jäger schlugen das Netz fester um den Sechsfüßer, der jetzt ihr Gefangener war. Aus dem Gang trat die andere Jägerschar hervor. Freudestrahlend umringten die Leute den Sechsfüßer.

„Für dieses Tier ist uns eine schöne Belohnung sicher", sagte ein Jäger. „Schaut, wie groß es ist!"

Jetzt laß uns, lieber Leser, sehen, wozu die Leute die Stöcke mit den Schlingen brauchten. Ein paar Männer lösten vorsichtig das Netz von den Beinen des Ungeheuers, warfen ihnen die Schlingen um und banden sie so zusammen, daß der Sechsfüßer nur ganz kleine Schritte machen konnte. Dann setzten sie dem Tier einen festen ledernen Maulkorb auf und banden mehrere Stricke daran.



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