
»Wo sind wir?«, fragte Mike noch einmal. Argos tauschte einen raschen Blick mit Tarras, den dieser nach einem unmerklichen Zögern mit einem Kopfnicken beantwortete. Der Atlanter
betätigte einen Schalter und die riesige Irisblende begann sich
summend auseinander zu schieben.
Das Erste, was Mike sah, als sich das Fenster geöffnet hatte, war eine geradezu unglaubliche Anzahl von Haien, die das Schiff in einem dichten Schwärm begleiteten. Nicht einer von ihnen schien kleiner als fünf oder sechs Meter zu sein und er erkannte allein auf den ersten Blick mindestens ein halbes Dutzend jener gigantischen Kolosse, denen sie schon einmal begegnet waren. Dazwischen aber glaubte er auch einige fast menschenähnlich aussehende Gestalten zu erkennen – auch die unheimlichen Haifischmenschen hatten die Verfolgung also noch nicht aufgegeben!
»Sie sind hartnäckig, nicht wahr?«, sagte Tarras lachend. »Aber leider auch ziemlich dumm. Ein paar von den großen Fischen da draußen könnten dieses Schiff knacken wie eine Nussschale, aber das werden sie nicht tun, solange ihr an Bord seid.«
»So viel zu der Behauptung, dass Menschen Tieren ethisch überlegen wären«, sagte Mike hart.
In Tarras’ Augen blitzte es wütend auf, doch nur für einen Moment, dann hatte er seine Selbstbeherrschung wiedergefunden und lachte. »Ich beginne mich langsam an deinen Humor zugewöhnen, mein Junge«, sagte er. »Übertreibe es nur nicht, sonst komme ich nachher auf die Idee dich bei mir zu behalten. Vielleicht als Hofnarren. Wo wir doch schon einen ...« Er lachte erneut, diesmal in Argos’ Richtung. »... König haben.« Mike sah aus den Augenwinkeln, wie Serena bei diesen Worten heftig zusammenfuhr.
