Mike hatte Mühe überhaupt zu reden. Sein Kopf war noch immer voller Bilder, Namen, Gesichter, Worte und Begriffe, die sich immer mehr weigerten, irgendeinen Sinn zu ergeben. Singh. Ben. NAUTILUS ...

»NAUTILUS ...«, murmelte er. Das Wort bedeutete ihm nichts, aber zugleich spürte er auch, dass es für etwas von enormer Wichtigkeit stand.

Der Krieger jedenfalls, der sich gerade wieder umgedreht hatte, um etwas zu dem Aufseher zu sagen, fuhr plötzlich auf dem Absatz herum und starrte ihn aus weit aufgerissenen Augen an.»Wassagst du da? «

»Ich weiß nicht«, murmelte Mike. »Es ... ist mir einfach so eingefallen.«

»Hast du den Herrn nicht gehört, Kerl? Was fällt dir ein, ihm nicht zu antworten?!«

Er holte aus, um Mike zu schlagen, aber etwas vollkommen Unerwartetes, ja, regelrecht Unerhörtes geschah: Der Krieger griff blitzschnell zu und packte das Handgelenk des Mannes mit solcher Kraft, dass Mike den Atem anhielt.

»Rühr den Jungen nicht an«, sagte er – leise, aber in einem so scharfen, drohenden Ton, dass es der Aufseher nicht einmal wagte, auch nur einen Schmerzlaut hervorzustoßen. Zitternd wartete er, bis der Krieger seine Hand losgelassen hatte, dann beeilte er sich Mikes Ketten endgültig loszumachen und sich hastig zurückzuziehen.

»Also, Junge ... Mike«, fuhr der Krieger fort. »Versuch dich zu erinnern. Woher kennst du diese Worte?«

»Ich weiß nicht«, sagte Mike. Er wagte es nicht, aufzublicken. Sein Herz jagte. Einem Krieger die Antwort zu verweigern war unvorstellbar. Der Mann würde ihn zweifellos töten. Aber er wusste es einfach nicht!

Erstaunlicherweise schien seine Antwort den Krieger jedoch nicht wütend zu machen. Er seufzte nur ein wenig enttäuscht, richtete sich wieder auf und wandte sich an den Aufseher, der sich mittlerweile zitternd in die entfernteste Ecke des Raumes zurückgezogen hatte.



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