Er ging los, mit kleinen, sehr vorsichtigen Schritten, und Mike folgte ihm auf dieselbe Weise. Sein Herz klopfte. Er glaubte jetzt immer deutlicher eine huschende, unheimliche Bewegung vor sich wahrzunehmen, konnte aber immer noch nicht genau erkennen, worum es sich handelte.

Als er es dann endlich sah, war er überrascht, aber nicht wirklich erschrocken.

In dem grünen Dämmerlicht tauchte ein sonderbares Geschöpf auf. Es war nicht einmal so groß wie seine Hand und ähnelte einer Krabbe, besaß aber acht Beine anstelle von sechs und zwei unterschiedlich große Scheren. Die eine war winzig und sah fast so aus wie eine zweifingerige Hand, die andere dafür umso größer, eine für ein so kleines Geschöpf mächtige Waffe, der Mike es durchaus zutraute, einem Menschen einen Finger abzuknipsen. Das Tier hatte einen grünbraunen, ziemlich massiv aussehenden Panzer und bewegte sich seitwärts, statt geradeaus zu gehen. Es sah sonderbar aus, aber nicht sehr bedrohlich.

Sarn schien das anders zu sehen, denn er erstarrte regelrecht zur Salzsäule. Das Tier hielt eine Handbreit vor seinen Füßen an, bewegte unsicher die größere Schere und musterte Sarn dabei aus seinen grotesken, auf langen Stielen sitzenden Augen. Nach einigen Sekunden trippelte es wieder seitwärts davon und verschwand in der Dunkelheit, aus der es gekommen war.

Als Mike ihm mit Blicken folgte, stockte ihm fast der Atem. Und plötzlich verstand er nur zu gut, warum Sarn sich so verhielt.

Die Wände waren schwarz von kleinen Krabbentieren.

Es mussten nicht Hunderte, sondern im wahrsten Sinne des Wortesunzähligesein. Sie krabbelten einzeln über den Boden, hingen in großen Trauben an den Wänden, krochen übereinander her und flitzten manchmal sogar an der Decke entlang. Nicht allen gelang es. Eines der Tiere verlor den Halt und fiel nur ein kleines Stück vor Sarns Füßen herab, richtete sich aber sofort wieder auf und verschwand. Sein Panzer schien äußerst stabil zu sein.



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