
Die Zahl der Tiere nahm noch zu, je weiter sie in die Höhle eindrangen. Die Wände waren jetzt total von grünen Leuchtalgen bedeckt; trotzdem bewegten sie sich eine Zeit lang durch fast völlige Dunkelheit, weil die Masse der Krabbentiere das Licht einfach verschluckte. Und mit jedem Schritt, den sie taten, hatte Mike mehr das Gefühl, aus unheimlichen Augen angestarrt zu werden.
Sarn blieb immer wieder stehen, wenn eines der Tiere seinen Weg kreuzte oder ihm nahe kam.
Auf diese Weise brauchten sie eine geraume Weile, bis sie das Ende des Stollens erreicht hatten. Der Fels bildete hier eine regelrechte Treppe aus unterschiedlich hohen asymmetrischen Stufen, auf denen die Zahl der Krabbentiere abnahm. In dem dahinter liegenden Teil der Höhle herrschte wieder helleres Licht. Dort bedeckten keine Krabben die Wände.
Er zitterte am ganzen Leib, als sie das obere Ende des Absatzes erreicht hatten. Er wollte weitergehen, aber Sarn schüttelte den Kopf und ließ sich unmittelbar an der Kante niedersinken.
»Warte«, flüsterte er schwer atmend. »Nur einen Moment.«
Mike war davon nicht begeistert. Sie waren aus dem Tunnel der Krabben heraus, aber er hatte ja selbst gesehen, wie schnell sich die kleinen Geschöpfe bewegen konnten. Die Treppe würde sie nur Sekunden aufhalten.
Sie mussten sich nicht allzu lange gedulden. Das Ende des Tunnels, durch das sie selbst hereingekommen waren, war als münzgroßer Lichtfleck in der Entfernung zu sehen. Nach kaum fünf Minuten tauchte der Umriss des ersten Verfolgers darin auf, dann der zweite, dritte, vierte. Mike konnte sehen, dass sich die Männer aufrichteten und umsahen.
»Wir sollten sie warnen«, flüsterte Mike.
