Einen Moment später war der Angreifer über ihm und setzte ihm das Schwert an die Kehle. »Begeh jetzt keinen Fehler, Sarn«, sagte er. »Ich möchte dich nicht töten. Noch nicht.«

Eine starke Hand legte sich auf Mikes Schulter und einer der anderen Krieger trat neben ihn. Der dritte gesellte sich zu dem,

der Sarn überwältigt hatte. Vielleicht trauten sie der

vermeintlichen Schwäche des Kriegers doch nicht so ganz.

»Du enttäuschst mich, Sarn«, sagte der erste Krieger kopfschüttelnd. »Du enttäuschst mich wirklich sehr. Ich habe dich für einen meiner besten Männer gehalten. Und du hintergehst mich auf eine so schmähliche Weise.« Er trat einen Schritt zurück und machte gleichzeitig eine auffordernde Bewegung mit seinem Schwert.

Sarn gehorchte, wenn auch erst nach kurzem Zögern. Sein Blick wanderte zwischen den Gesichtern seiner ehemaligen Kameraden und Mike hin und her. In seinen Augen stand eine unendlich tiefe Enttäuschung geschrieben, aber er verzog keine Miene.

Nachdem er vergeblich auf eine Antwort gewartet hatte, trat der Kommandant kopfschüttelnd zurück und wandte sich zu Mike um. »Du bist also der Junge, um dessentwillen Sarn und der gesamte Widerstand ein solches Risiko eingehen«, sagte er.

»Davon weiß ich nichts«, antwortete Mike – und taumelte im nächsten Moment zwei Schritte zurück. Sein Gesicht brannte so heftig, dass ihm die Tränen in die Augen schossen. Der Krieger hatte ihn ohne Vorwarnung geohrfeigt.



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