
»Was fällt dir ein, das Wort an mich zu richten, ohne dass ich dich dazu aufgefordert habe!«, fauchte er. »Tu es noch einmal und ich lasse dir die Zunge herausschneiden!«
Mike hütete sich irgendetwas dazu zu sagen, sondern senkte hastig den Blick. Der Krieger starrte ihn noch einen Moment zornig an, dann fuhr er auf dem Absatz herum und deutete auf Sarn.
»Bindet ihn!«, befahl er. »Macht es gründlich und passt auf.
Sarn ist gefährlich, selbst mit gebundenen Händen. Und beeilt euch. Argos erwartet uns auf der Burg, noch ehe die Schlafenszeit beginnt!«
Mike wurde gepackt und grob herumgestoßen. Er war so müde, dass er im Gehen hätte einschlafen können.
Aber darauf nahmen die drei Männer natürlich keine Rücksicht.
Es musste wohl wirklich so gewesen sein, dass er im Gehen eingeschlafen war, denn das Nächste, was er bewusst wahrnahm, war, dass er heftig gegen den Rücken seines Vordermannes prallte und dann noch heftiger zurückstolperte und zu Boden fiel, als dieser herumfuhr und ihn ohrfeigte.
Halb benommen stürzte er zu Boden, blieb einen Moment liegen und rappelte sich dann hastig wieder hoch.
»Pass gefälligst auf, wo du hinläufst, du Tölpel!«, knurrte der Mann, den er angerempelt hatte, und versetzt ihm einen unsanften Knuff in die Seite. »Das nächste Mal kommst du nicht so glimpflich davon!«
Mike war klug genug, nichts zu sagen, aber er spuckte ein bisschen Blut aus. Ganz so glimpflich kam es ihm gar nicht vor...
»Lasst ihn in Ruhe«, mischte sich Sarn ein. »Ihr seht doch, dass der Junge vollkommen erschöpft ist. Wollt ihr ihn als Leiche bei Argos abliefern?«
Etwas klatschte. Mike sah nicht hin, aber er nahm an, dass man nun auch Sarn geschlagen hatte, und dieselbe Stimme, die auch ihn angefahren hatte, sagte in hämischem Ton: »Genau genommen sollen wir nur dich lebendig abliefern, Verräter. Ich weiß nur nicht, ob du dich darüber freuen solltest. Weiter jetzt!«
