Und etwas durch und durch Unheimliches geschah: Mike hörte das Tiersprechen!

Es waren nicht wirklich Worte. Er hörte die Stimme direkt in seinem Kopf:Verdammt noch mal, Blödmann! Hättest du vielleicht die Güte mir zu helfen?! Dieser grobe Kerl bricht mir ja glatt das Genick!

Mike konnte nicht anders. Er war viel zu entsetzt über das, was er erlebte, als dass er auch nur einen klaren Gedanken fassen konnte, und so reagierte er einfach ohne nachzudenken: Blitzschnell warf er sich auf den Mann, der das Felltier gepackt hatte, und schlug ihm die geballte Faust auf das Handgelenk. Der Arbeiter ließ das Geschöpf mit einem überraschten Keuchen fallen. Elegant drehte es sich in der Luft, kam auf allen vier Pfoten auf und flitzte im Zickzack zwischen den Beinen der Männer hindurch. Nur einen Moment später hatte es den Rand der Grube erreicht und war mit einem Satz darüber verschwunden.

Darüber reden wir noch, mein Lieber!erklang die Stimme in Mikes Kopf.

Mike starrte dem schwarzen Felltier fassungslos nach. Es fiel ihm schwer zu glauben, was er gerade erlebt hatte; und noch schwerer zu glauben, was er gerade getan hatte!

Aber es musste wohl so sein, denn nicht nur der Mann, dem er das Felltier aus den Händen geschlagen hatte, starrte ihn ungläubig an. Auch alle anderen blickten zum Teil fassungslos, zum Teil aber auch wütend in seine Richtung und der Aufseher brüllte mit überschnappender Stimme: »Du! Was ist in dich gefahren, Kerl? Was fällt dir ein?!« »Ich ... ich musste es tun!«, stammelte Mike.

»Was sagst du da?« Die Augen des Aufsehers wurden schmal.

»Es ist die Wahrheit«, verteidigte sich Mike. »Ich konnte nicht anders, wirklich! Es hat es mir befohlen!«

»Es?«, wiederholte der Aufseher lauernd. »Wer – es?«



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