»Und das bedeutet, dass wir sie auch nicht reparieren könnten, sollte es notwendig sein«, fügte Singh hinzu.

»Jetzt verstehe ich«, sagte Mike. »Deshalb macht ihr sie gleich kaputt.« Trautman blickte ihn einen Moment lang verblüfft an, dann lachte er schallend, schlug Mike auf die Schulter und setzte zu einer Antwort an.

Doch er kam nicht dazu. Vor der Tür wurden hastige Schritte laut und dann stürzte Ben herein, vollkommen außer Atem und mit rot gefrorenem Gesicht. »Weg!«, keuchte er. »Wir müssen ... weg!« Sein Atem ging so schnell, dass er kaum sprechen konnte. Er musste gerannt sein wie der Teufel.

»Jetzt beruhige dich erst einmal«, sagte Trautman. »Was ist passiert?« »Ein Schiff!«, japste Ben. »Ein Schiff kommt!« Von einer Sekunde auf die andere wurde Trautman todernst. »Was für ein Schiff?« »Ein... deutsches Kriegsschiff«, antwortete Ben atemlos. »Es hält direkt auf uns zu! Ich glaube, sie haben

uns gesehen!« »Verdammt!« Trautman wirbelte auf dem Absatz herum. »In die Zentrale! Los!« Hintereinander stürmten sie aus dem Maschinenraum und die Treppe hinauf. Mike stürzte dicht hinter

Trautman und Singh in den Salon und ein einziger Blick aus dem riesigen Bullauge, das fast die Hälfte

der rechten Wand einnahm, ließ sein Herz schneller schlagen. Ben hatte Recht gehabt. Nur ein paar Meilen entfernt stampfte ein riesiges, graugestrichenes Ungetüm durch die Wellen. Es musste ein Kreuzer sein, vielleicht sogar ein kleines Schlachtschiff, denn sein Deck starrte nur so vor Geschützen und das weiß umrandete Kreuz an seinem Bug ließ keinen Zweifel an seiner Nationalität aufkommen.

»Alle Mann auf Tauchstation!«, schrie Trautman. »Ben! Sind die Luken dicht?« Ben nickte und Trautman begann wie ein tollwütig gewordener Pianist auf sein Instrumentenpult



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