einzuhämmern. Singh war mit einem Satz neben ihm und tat es ihm gleich. Mike dachte voller neuem Unbehagen an die halb auseinander gebaute Maschine, die er gerade unten gesehen hatte, aber die Motoren der NAUTILUS sprangen sofort an. Das metallene Deck unter seinen Füßen begann zu zittern und für einen kurzen Moment flackerte das Licht.

Mike sah wieder zu dem Kriegsschiff hinaus. Es war bereits deutlich näher gekommen und es hatte seine Geschwindigkeit offensichtlich stark erhöht. Die Männer an Bord des Schiffes mussten sie gesehen haben. Und Mike hatte das sehr sichere Gefühl, dass sie nicht in freundlicher Absicht kamen. Sie hatten schon zu viele unangenehme Erfahrungen mit Vertretern der

kaiserlichen deutschen Kriegsmarine gemacht, als dass er ihnen

noch traute.

»Das schaffen wir nicht!«, flüsterte Ben. »Sie sind in zwei Minuten hier!«

»Abwarten«, sagte Trautman. »Singh?«

Der Inder nickte. Trautman und er betätigten ein paar Schalter. Die Maschinen tief im Rumpf der NAUTILUS heulten auf – und dann stürzte das Wasser regelrecht vor dem Fenster in die Höhe. Mike klammerte sich erschrocken an einem Regal fest und auch Ben wäre um ein Haar gestürzt, als die NAUTILUS plötzlich wie ein Stein in die Tiefe sank. Das Licht flackerte. Das ganze Schiff zitterte und stöhnte wie ein lebendes Wesen und auf Trautmans Pult wechselten etliche Lichter ihre Farbe von grün zu rot. Offensichtlich belastete Trautman das Schiff bis an seine Grenzen.

Doch so schlimm es auch war, es dauerte nur wenige Minuten. Mike konnte spüren, dass die NAUTILUS bereits langsamer wurde. Nach einer oder zwei weiteren Minuten hörten sie völlig auf zu sinken und das Schiff schwebte lautlos im Wasser. Vor dem Bullauge war jetzt nichts mehr als vollkommene Schwärze.



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