»Achtzig Meter«, seufzte Trautman. »Das sollte reichen. Himmel, das war verdammt knapp! Wie konnte das passieren?«

»Sie haben uns wahrscheinlich zufällig entdeckt«, sagte Ben. »Ich nehme an, dass sie auf Patrouillenfahrt waren und –«

»Das meine ich nicht!«, unterbrach ihn Trautman in ärgerlichem Ton. »Wieso hat sie niemand gesehen? Ich habe eindeutig angeordnet, dass immer jemand an den Ortungsgeräten Wache halten muss, solange die NAUTILUS aufgetaucht ist! Verdammt noch mal, wisst ihr eigentlich, was alles hätte passieren können? Wenn der Kapitän des Kreuzers uns für ein englisches U-Boot gehalten hätte, dann hätte er vermutlich zuerst geschossen und dann die Trümmer aus dem Wasser gefischt um nachzusehen, was er getroffen hat!« Sein Blick wanderte von einem zum anderen. »Also? Wer hatte Wache?«

Mike senkte betreten den Blick und auch Ben schien plötzlich etwas furchtbar Interessantes auf dem Boden zwischen seinen Schuhen entdeckt zu haben, während Chris, der noch immer am Funkgerät saß, nach Kräften versuchte unsichtbar zu werden.

»Also gut«, grollte Trautman. »Wir klären das später. Aber glaubt bloß nicht, die Sache wäre damit erledigt. Singh, wir gehen auf Nordkurs. Hundertfünfzig Meilen mit voller Kraft. Ich hoffe, unseren schießwütigen kaiserlichen Freunden ist es dort zu kalt!«

»Da ... stimmt etwas nicht«, sagte Singh plötzlich. »Etwas –«

Er kam nicht weiter. In der endlosen Dämmerung draußen glomm plötzlich ein winziger, gelboranger Funke auf, der im Bruchteil einer einzigen Sekunde zu einer brodelnden Feuerkugel heranwuchs, die unmittelbar neben der NAUTILUS zu lodern schien. Ein gewaltiger Donnerschlag erklang und nur einen Moment später erbebte das Schiff wie unter einem gewaltigen Hammerschlag. Abgesehen von Trautman und Singh, die sich am Kontrollpult festklammerten, wurden alle von den Füßen gerissen und kugelten haltlos durcheinander. Die gesamte NAUTILUS legte sich auf die Seite und richtete sich schwerfällig wieder auf.



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