Was würden sie erst tun, um dieses Ding in ihren Besitz zu bekommen? Mike konnte ihm nicht widersprechen. Schlimmer noch: So, wie die politische Lage auf der Welt im Moment aussah, waren so ziemlich alle Hände die falschen. Da sie den größten Teil ihrer Zeit auf und unter dem Meer zubrachten, vergaßen sie nur allzu schnell, daß über ihren Köpfen seit drei Jahren eine Auseinandersetzung tobte, die unter dem Begriff Erster Weltkrieg in die Geschichtsbücher eingehen sollte. Aber dieser Krieg hatte sie schon mehr als einmal eingeholt, und er hatte unter der Besatzung der NAUTILUS auch ein Opfer gefordert. Allein bei der Vorstellung, daß dieses Sternenschiff mit seiner um wahrscheinlich jahrtausendeweit fortgeschrittenen Technik einer der beiden Seiten -und ganz gleich, welcher! -in die Hände fallen könnte, lief Mike ein eisiger Schauer über den Rücken.

»Hast du alles verstanden? Mike? Mike!« Mike fuhr zusammen und sah zu Trautman hoch. Er begegnete einem mehr als ärgerlichen Blick und begriff, daß Trautman ihn wahrscheinlich schon zwei-oder dreimal angesprochen hatte, ohne daß er es auch nur hörte. »Wie?« fragte er kleinlaut. »Jetzt, wo ich deine geschätzte Aufmerksamkeit ebenfalls habe, können wir vielleicht aufbrechen«, sagte Trautman, wieder in scharfem Ton. »Du und ich sehen uns die Stelle an, wo das Sternenschiff gewesen ist. Die anderen bleiben hier und ruhen sich aus. Für den Fall, daß irgend jemand noch überschüssige Energie hat, kann er Serena helfen, die Bibliothek nach Hinweisen auf diese Legende zu durchsuchen. « Er deutete auf die dem Fenster gegenüberliegende Wand, die fast zur Gänze von einem gewaltigen Bücherregal eingenommen wurde. Keiner von ihnen hatte sich je die Mühe gemacht, sie zu zählen, aber es mußten Tausende sein. »Damit wirst du wohl hinreichend beschäftigt sein, bis wir zurückkommen. «



12 из 146