
Im zweiten Satz, zwei beide, visierte Schmettie die Ecken an. Der Belag bestand aus über Holzplatten gespanntem Teppich; unter den Holzplatten befand sich das Eishockeyfeld. Der Belag war schnell, was sowohl für Schmettie als auch Carmen ein Vorteil war, da sie das «große Spiel» machten, Aufschlag und Volley.
Schmettie ging zum Angriff über. Ihr Aufschlag kam stark angeschnitten zu Carmen, die schwach retournierte. Schmettie lief ans Netz und schlug den Ball zurück. Während das Match für die Zuschauer spannender wurde, ging Harriets Interesse in Besorgnis über. Zwar war sie äußerlich ruhig, doch jedesmal, wenn der Ball mit einem Surren auf Carmens Schläger traf, spürte Harriet die Vibrationen im eigenen Arm. Schmettie führte ein mörderisches Duell.
Auch Howard Dominick, der von der Kontrollkabine aus zusah, machte sich Sorgen. Er wollte ein gutes Match, da Carmen aber als Nummer eins gesetzt war, sollte sie lieber zusehen, daß sie in dieses verdammte Finale kam. Carmen war ein Kassenschlager. Wenn sie teilnahm, gab's für den Veranstalter kaum ein Verlustgeschäft, und um so mehr Fans wurden mit einem Hagel von Tomahawk-Produkten attacktiert. Wenn ihnen das kein Licht aufsteckte, sorgte das mit Spruchbändern gepflasterte Stadion schon dafür.
Carmen unterschnitt ihre Rückhand-Returns. Sie wollte das Tempo drosseln. Ihre Rückhand war stark, freilich nicht überwältigend. Ab und zu streute sie einen Angriffsball ein, doch ihre volle Konzentration lag jetzt darin, Schmetties Angriff zu brechen. Zwar konnte Schmettie im allgemeinen dieses Spielniveau nicht mehr als einen Satz lang durchstehen, aber Carmen wollte keinen Satzgleichstand.
