»Mir läuft schon bei Ihrer Aufzählung das Wasser im Munde zusammen, Madame.«

»Ich fürchte, wir werden uns bis morgen abend alle den Magen verdorben haben«, meinte Mrs. Lacey. »Heute ist man es nicht mehr gewohnt, viel zu essen, nicht wahr?«

Sie wurde durch lautes Rufen und Gelächter draußen vor dem Fenster unterbrochen. Sie schaute hinaus.

»Ich weiß nicht, was sie da draußen treiben - sicherlich irgendein Spiel oder so etwas. Wissen Sie, ich habe immer befürchtet, daß unsere Weihnachtsfeier diese jungen Leute langweilt, aber das stimmt nicht. Genau das Gegenteil ist eingetroffen. Mein Sohn, meine Tochter und deren Freunde sagen, alles andere sei Unsinn und wäre nicht so schön. Außerdem«, bemerkte Mrs. Lacey sachlich, »sind Kinder immer hungrig, besonders wenn sie zur Schule gehen, oder? Schließlich weiß man doch, daß jedes Kind in diesem Alter genausoviel ißt wie drei starke Männer.«

Poirot lachte und sagte: »Es ist sehr liebenswürdig von Ihnen und Ihrem Mann, Madame, daß Sie mich in Ihren Kreis eingeladen haben.«

»Oh, wir freuen uns beide wirklich über Ihren Besuch. Und wenn Sie feststellen sollten, daß Horace ein bißchen mürrisch ist«, fuhr sie fort, »dann beachten Sie es einfach nicht. Das ist nun einmal seine Art.«

In Wirklichkeit hatte Oberst Lacey, ihr Mann, gesagt:

»Ich kann dich einfach nicht verstehen. Warum willst du, daß einer dieser verdammten Ausländer unser Weihnachtsfest stört? Warum kann er nicht zu einer anderen Zeit kommen? Ich kann Ausländer sowieso nicht ausstehen! Schon gut, schon gut, Edwina Morecombe hat ihn uns also ins Haus geschickt. Ich möchte wissen, warum sie sich eigentlich einmischt? Warum hat sie ihn nicht zu ihrem Weihnachtsfest eingeladen?«



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