
«Hoffentlich entspricht alles Ihren Wünschen, Sir. Ihr Steward macht gerade das Dinner zurecht, und ich habe ein paar Matrosen abgestellt, Ihre Kisten wegzustauen.»
«Danke. Ich bin durchaus zufrieden. «Er hielt inne: da war er wieder, der dienstliche Ton zwischen Vorgesetztem und Untergebenem. Sonst hatten sie immer alles miteinander geteilt, hatten sich verstanden.
«Gehen wir bald in See, Sir?«fragte Herrick unvermittelt.»Aye, Thomas. Morgen vormittag, wenn der Wind günstig ist. «Er zog die Uhr und ließ den Deckel aufschnappen.»Ich würde gerne meine Offiziere…«Er zuckte zusammen: Selbst das war jetzt anders.»Ich möchte die Kommandanten des Geschwaders sprechen, so bald es geht. Vom hiesigen Gouverneur habe ich noch Depeschen bekommen, und wenn ich sie gelesen habe, werde ich dem Geschwader mitteilen, um was es geht. «Er lächelte.»Machen Sie kein so bekümmertes Gesicht, Thomas, für mich ist es ebenso schwer wie für Sie.»
Eine Sekunde lang blitzte die alte Wärme in Herricks Augen auf; die Kameradschaft, das Vertrauen, die jetzt so leicht zu zerstören waren.»Ich komme mir vor«, entgegnete er,»wie ein alter Fuß in einem neuen Schuh. «Jetzt lächelte er ebenfalls.»Aber ich lasse Sie bestimmt nicht im Stich.»
Er wandte sich um und ging hinaus; nach einer diskreten Pause schleppten Allday und zwei Matrosen eine große Kiste herein. Allday blickte sich rasch in der Kajüte um — anscheinend gefiel sie ihm.
Langsam wich Bolithos Spannung. Allday blieb immer der gleiche, Gott sei Dank. Selbst das blaue Jackett mit den großen vergoldeten Knöpfen, die neue Nankinghose und die Schnallenschuhe, die Bolitho ihm gekauft hatte, um seinen neuen Status als Bootsführer des Kommodore zu unterstreichen, vermochten nicht, seine kraftvolle, rauhe Persönlichkeit zu verbergen.
Bolitho schnallte den Degen ab und reichte ihn Allday.
«Na, Allday, was halten Sie von der Lysander?»
