Sie waren wie vor den Kopf geschlagen, wußten nicht, was sie tun sollten.

Also taten sie, was sie verlangte, mit ein wenig Druck von ihren Psycho-Technikern und starkem Druck von Serge Ortega.

Man löschte mit Hypnobehandlung die Erinnerung aus seinem Gehirn, dann paßte man ihn seinem neuen Dasein an.

Joshi war der erste Schritt in einem Projekt, das sich in ihr formte, ein Projekt, das sie um jeden Preis durchsetzen wollte: die Errichtung ihrer eigenen unabhängigen kleinen Welt.

Er war bei weitem nicht so intelligent wie sie. Das soll nicht heißen, daß er dumm oder zurückgeblieben war, nur eben durchschnittlich. Sie brachte ihm die Konföderations-Sprache bei, in der sie immer noch dachte, die Ambreza- und die Glathriel-Sprache, die nicht mehr gesprochen, von den Ambreza aber in Vorkriegsbüchern aufbewahrt wurde.

Ihre Beziehung war eine seltsame, jedoch enge; sie war ihm gleichzeitig Ehefrau und Mutter, er ihr Mann und Sohn. Die Ambreza, die ab und zu überprüften, was sie trieb, waren der Meinung, daß sie die dominierende Rolle spielen, daß sie sich ein wenig überlegen fühlen mußte.


* * *

Joshi regte sich hinter ihr. Es wurde dunkel, die Zeit für beide, aktiv zu werden, wie sich das seit langem eingespielt hatte. Der hilflose Zehnjährige war gewachsen und herangereift; er war größer als sie und nahezu kohlschwarz, wenngleich man überall die rötlichen Narben seiner Verbrennungen sah.

Er kam auf sie zu. Bei der Verwandlung war man mit Vorsicht zu Werke gegangen; wurde man dem Stein der Olbornier zu lange ausgesetzt, so verwandelte man sich ganz in ein fügsames Maultier.

Er sah ihr sehr ähnlich, hatte aber natürlich keinen Pferdeschwanz und andere Haare, eine Mähne, die am Rückgrat bis zu den Hüften hinabwuchs. Er war dick. Sein dünner Bart zeigte Spuren von Weiß, obwohl er erst Ende Zwanzig war.



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