
Die ›Trader‹ traf früh am nächsten Morgen ein. Mavra und Joshi konnten ihre Segel am klaren Horizont von weitem erkennen.
Es war bei weitem nicht das einzige Schiff auf dem Meer von Turagin, aber eines von nur sechs Paketbooten, die eine vollständige Rundreise unternahmen, alle Hexagons anliefen, die Wert darauf legten oder darauf angewiesen waren, Handel zu treiben. Es war ein großartiges Schiff, fast hundert Meter lang und aus dem besten kupferumkleideten Hartholz. Die Besatzung hätte Stahl vorgezogen, aber für schnelle Fahrt unter Besegelung hatte er sich als zu schwer erwiesen.
Es war ein Dreimaster mit seltsamem Bugspriet und Bordwänden, durch die im Notfall gefährlich aussehende Kanonen hinausgeschoben werden konnten. Der Aufbau trug außerdem aber auch zwei schwarze Schornsteine über einer Maschine, die in allen außer den Nicht-tech-Hexagons große Doppelschrauben am Heck anzutreiben vermochte. Everod, das Meeres-Hex neben der Küste von Glathriel, war nicht-technisch; die Bewohner, große, muschelartige Wesen, aus deren Schalen Fühlerbüschel wucherten, lebten im tiefen Wasser, und es gab keine ernsthaften Kontakte zwischen ihnen und den Landbewohnern.
Die Besatzung der ›Trader‹, vierunddreißig Köpfe, setzte sich aus vielen Turagin-Rassen zusammen. Fledermausartige Drika übernahmen die Nachtwachen und gingen zeitweise auf Spähflug, um Stürme rechtzeitig zu erkunden. Die Skorpione von Ecundo erkletterten geschickt die Takelage und bedienten mit Klauen von erstaunlicher Behendigkeit die Segel. Der Kapitän glich einem riesengroßen, wirren Knäuel von Nylonschnüren, aus dem je nach Bedarf verschiedene dünne Gliedmaßen hervorkamen.
Sie refften die Segel und ankerten an einer Sandbank, die mit gelben Bojen markiert war. Es war nicht gut für das Geschäft, im tiefen Wasser zu ankern und einem Everod vielleicht eines auf die Schale zu geben.
