»Die meisten Yugash sind es nicht«, versicherte ihm der Ghiskind. »Im Ganzen gesehen ist der Prozentsatz der im Grunde guten Leute gegenüber den schlechten wohl derselbe wie bei jeder anderen Rasse. Ich kann mir denken, was Ihnen durch den Kopf geht. Manches Schreckliche in der Vergangenheit Ihrer eigenen Rasse mag durch Yugash verursacht worden sein, aber wir sind nie sehr viele gewesen und vermehren uns in feindseliger Umwelt sehr langsam oder gar nicht.«

»Der Kult ist also nicht mehr der dominierende Faktor in Yugash, und die Regierung ist bedeutungslos. Das heißt also, Sie vertreten wen?«

»Wie gesagt, Yugash ist aufgeteilt in und wird beherrscht von Wirtschaftsclans. Manche, wie mein eigener, sind dort an ihrem Sättigungspunkt angelangt. Wir können uns nicht mehr ausdehnen, wir Können nur beim derzeitigen Stand stagnieren. Mein eigener Bereich ist von Ihren Vorstellungen so weit entfernt, daß es sogar unmöglich ist, ihn erklären zu wollen. Aber es gibt sehr viele Hexagons — zumeist im Norden, aber auch einige im Süden —, die unsere Fähigkeiten nützen können. Solange es den Kult noch gibt — und das Embargo ist schon so lange in Kraft, daß es als selbstverständlich gilt —, können wir mit niemandem ins Geschäft kommen. Mein Unternehmen hat mich deshalb mit einer doppelten Aufgabe betraut. Zum einen soll dem Torshind und seinesgleichen jede neue Öffnung zu anderen Welten und Rassen versperrt bleiben. Zweitens soll Yugashs Glaubwürdigkeit wiederhergestellt werden, indem wir zusammenarbeiten mit anderen, im Norden und Süden, um positive Ziele auf ehrenhafte Weise zu erreichen und damit die lang verstopften Kanäle der Kommunikation wieder zu öffnen.«

Was er sagte, klang plausibel.

»Aber welche Garantien habe ich?«fragte Ortega höflich bedauernd. »Ich meine, ich habe schließlich nur Ihr Wort…«

»Es gibt Wege, einen Yugash daran zu hindern, daß er in einen anderen Körper schlüpft und ihn kontrolliert«, erwiderte der Ghiskind.



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