»Wir werden sie Ihnen zeigen. Außerdem ist die Übernahme keine so einfache Sache, wie Sie glauben. Wenn ich jetzt versuchen wollte, Ihren Körper in Besitz zu nehmen, würden Sie sich wehren — und der stärkere Geist bliebe Sieger. Selbst wenn ich die Kontrolle erlangen könnte, würde es der Übung bedürfen, Ihr Nervensystem zu beherrschen, damit ich Sie kontrollieren könnte, ohne Sie zu töten. Und vergessen Sie nicht, daß wir keinen Raumschiffpiloten haben.«

»Also gut, Ghiskind, ich glaube, wir sind uns einig. Ich habe das Material längst herstellen lassen, aber es wird überprüft und vielleicht umgebaut werden müssen. Es ist Ihnen natürlich klar: Wenn wir nicht in den Computer gelangen können, gedenke ich alles zu vernichten, damit auch andere nicht dazu in der Lage sind.«

Der Kristall bebte wieder, anscheinend im Nicken begriffen.

»Versteht sich. Wenn die potentielle Bedrohung der Welt selbst nicht wäre, würde ich sagen, sprengen wir das Raumschiff, und der Fall ist erledigt.«

»Die Yaxa-Gruppe ist noch mindestens zwei Monate davon entfernt, über das vollständige Material zu verfügen«, meinte Ortega. »Sagen wir — in dreißig Tagen hier an dieser Stelle?«

»Abgemacht. Inzwischen mache ich Sie mit dem Gelände und den logistischen Problemen vertraut. Ich nehme an, daß Sie mit den Bozog bereits gesprochen haben.«

Ortega lächelte.

»Gewiß. Die kleinen, rollenden Halunken darf man nicht unterschätzen. Wenn wir ihnen einen Piloten besorgen, besorgen sie das Schiff.«

Er seufzte, griff in eine Schublade und zog eine dicke Akte heraus. Auf dem Umschlag stand ›Tschang‹. Nach all den Jahren kann ich jetzt endlich meine Schuld begleichen, dachte er. Er drückte mit der mittleren rechten Hand auf eine Taste.

»Sir?«sagte die Stimme einer weiblichen Ulik.

»Zudi, sagen Sie den Ambreza, sie sollen Mavra Tschang durch das Zone-Tor zu mir bringen. Sie werden wissen, was das zu bedeuten hat. Und Joshi soll mitkommen, wenn beide einverstanden sind.«



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