»Auf keinen Fall!«erwiderte Zinder scharf.»Aber du meinst, daß jeder außerhalb eines Umkreises von tausend Metern von hier des festen Glaubens sein würde, sie sei schon immer ein Zentaur gewesen, und es gäbe einen logischen Grund dafür?«

»Das ist richtig. Die Primärgleichungen bleiben stets im natürlichen Gleichgewicht.«

»Sie kommt!«rief Ben aufgeregt.

Zinder schaute hinaus und sah in der Mitte der Scheibe einen Umriß flackern, der noch einmal aufzuckte, dann sich verfestigte. Das Feld erlosch. Der Spiegel schwenkte lautlos weg.

Es war immer noch Zetta Halib, kenntlich. Aber wo die Frau gestanden hatte, war das Geschöpf Zetta jetzt nur noch bis zu den Hüften. Dort ging ihre gelbbraune Haut in schwarzes Haar über, und der Rest ihres Körpers war der einer voll ausgewachsenen, vielleicht zweijährigen Stute.

»Obie?«rief Zinder, und der Computer meldete sich.»Wie lange, Obie, bis sie sich stabilisiert? Das heißt, wie lange, bevor der Zentaur permanent wird?«

»Für sie ist er es jetzt schon«, erklärte der Computer.»Wenn Sie meinen, wie lange es dauern wird, bis die Primärgleichungen das neue Muster stabilisieren — höchstens eine oder zwei Stunden. Es handelt sich schließlich um eine unbedeutende Störung.«

Zinder beugte sich über das Geländer und starrte sie verblüfft an. Es war klar, daß seine wildesten Träume übertroffen worden waren.

»Würde sie reinrassige Nachkommen zur Welt bringen wenn wir einen männlichen Zentaur hätten?«fragte Yulin den Computer.

»Nein. Das würde viel mehr Arbeit erfordern. Natürlich würde sie ein Pferd zur Welt bringen.«



6 из 300