
„Ja, aber im normalen Raumanzug lasse ich niemanden an die Rakete ran“, sagte Gosse.
Der Pilot fuhr herum. „Sie meinen, es ist der Reaktor?“
„Und Sie?“
Der kleine Flugleiter stand ebenfalls auf und trat zu ihnen. Aus den Schlitzen im Fußboden unterhalb der gewölbten Scheiben wehte angenehme Wärme.
„Beim Niedergehen sprang die Temperatur über die Norm, aber die Geigerzähler sprachen nicht an. Es ist wohl doch nur die Düse. Vielleicht hat sie die Keramik aus der Brennkammer ausgestoßen. Ich hatte den Eindruck, etwas zu verlieren.“
„Die Keramik mag fort sein, aber da ist etwas ausgelaufen“, sprach Gosse energisch. „Keramik schmilzt nicht.“
„Die Pfütze dort?“ Der Pilot wunderte sich.
Sie standen vor den Scheiben aus Thermoglas. Unter dem Heck war durch die Nebelschwaden, die der Sturm um den Rumpf des Raumschiffs jagte, tatsächlich eine schwarze Lache zu sehen.
„Was haben Sie im Reaktor? Schweres Wasser oder Natrium?“ erkundigte sich London. Er überragte den Piloten um Haupteslänge. Aus dem Funkgerät kam ein Zirpen, Gosse sprang hinzu, setzte Kopfhörer und Kehlkopfmikrofon auf und sprach leise mit jemandem.
„Das kann nicht aus dem Reaktor sein“, sagte ratlos der Pilot. „Ich habe schweres Wasser, die Flüssigkeit ist durchsichtig und klar wie Kristall. Das dort jedoch ist schwarz wie Teer.“
London stimmte ihm zu.
„Dann ist eben die Kühlung in der Düse undicht geworden, und die Keramik ist geplatzt.“ Er sprach, als handele es sich um ein Streichholz. Die Havarie, die den Piloten mit seinem Raumschiff in diesem Loch gefangensetzte, regte ihn überhaupt nicht auf.
