
„An Bord. Er soll den Reaktor überprüfen.“ London sah den Chef immer noch fragend an. Dieser machte eine kaum merkliche verneinende Bewegung mit dem Kopf und murmelte: „Nichts.“
„Und ihre Hubschrauber?“
„Sind umgekehrt. Sicht Null.“
„Hast du nach ihrer Tragkraft gefragt?“
„Sie schaffen es nicht. Was wiegt so ein Gigastrahler?“ wandte er sich an den Piloten, der der Unterredung zuhörte.
„Ich weiß nicht genau. Knapp hundert Tonnen.“
„Was machen Sie?“ drängte London.
„Worauf warten Sie?“
„Auf Killian…“, antwortete Gosse und setzte einen saftigen Fluch dazu.
London entnahm dem Wandschrank eine Flasche „White Horse“, schüttelte sie, als wolle er prüfen, ob das für den Sachverhalt das geeignete Mittel sei, und stellte sie zurück in ihr Fach. Der Pilot stand abwartend da. Er fühlte nicht mehr die Last des Raumanzugs.
„Wir haben zwei Männer verloren“, sagte Gosse. „Sie sind nicht im Gral angekommen.“
„Nicht zwei, sondern drei“, verbesserte London finster. „Vor einem Monat“, griff Gosse den Faden auf, „bekamen wir einen Transport neuer Diglatoren. Sechs Stück, für den Gral. Dort konnten sie das Raumschiff nicht aufnehmen, weil sie mit dem neuen Beton des Kosmodroms nicht fertig waren. Die gesamte Rüstung der Platten, für die eine Kommission die Garantie übernommen hatte, war nämlich geborsten, als der ACHILLES, der erste Containertransporter, landete. Er wiegt neunzigtausend Tonnen, und es war ein Glück, daß er nicht umgekippt ist. Zwei Tage brauchten sie, um ihn von der Bruchstelle in die Werft zu ziehen. In aller Eile machten sie Zementspritzen, zogen einen feuerfesten Belag darüber und öffneten den Flughafen. Die Diglatoren aber standen bei uns. Die Herren Experten hielten einen Transport per Rakete für unrentabel, und Kapitän des ACHILLES ist außerdem Ter Leoni. Würde der mit seinem Neunzigtausendtonner etwa die hundertachtzig Meilen vom Gral herüberkommen? So eine Kiste ist doch kein Floh!
