
Marlin schickte seine beiden besten Steuerleute. Letzte Woche haben sie zwei Maschinen nach dem Gral überführt, die dort bereits eingesetzt sind. Vorgestern kamen die beiden wieder mit dem Hubschrauber her. Im Morgengrauen machten sie sich mit den nächsten Maschinen auf den Weg, mittags passierten sie den Großen Zacken, und als sie den Abstieg begannen, brach die Funkverbindung ab. Es ging eine Menge Zeit verloren, weil vom Zacken an der Gral das Lotsen übernimmt. Wir dachten, wir hörten nichts mehr, weil sie in unserm Funkschatten waren.“ Gosse berichtete ruhig und monoton. London stand mit dem Rücken am Fenster. Der Pilot hörte zu. „Mit demselben Helikopter wie die Steuerleute war Pirx gekommen. Er hatte seine CUVIER im Gral aufgesetzt und wollte mich sehen. Wir kennen uns seit Jahren. Am Abend sollte ihn der Helikopter wieder abholen, konnte aber nicht kommen, weil Marlin alles für die Suche aufgeboten hatte, Pirx wollte oder konnte nicht warten, er sollte morgen starten und dabei sein, wenn das Raumschiff klargemacht wird. Er setzte durch, daß ich ihn mit einem der Diglatoren zum Gral zurückkehren ließ. Ich verlangte sein Wort, daß er die südliche Route nahm, die länger war, aber außerhalb der Depression blieb. Er gab mir sein Wort und brach es. Ich sah auf dem ORSAN, wie er in die Depression hinabstieg.“
„Was ist ORSAN?“ fragte der Pilot. Er hatte Schweiß auf der Stirn und war blaß geworden, wartete aber auf die Erklärung.
„Der Orbitalsatellit für Patrouillen. Er überfliegt uns alle acht Stunden und lieferte mir gerade das Bild. Pirx stieg hinunter und verschwand.“
„Sagten Sie übrigens Pirx?“ fragte der Pilot mit verändertem Gesicht. „Der Kommodore Pirx?“
„Ja. Kennen Sie ihn?“
„Ob ich ihn kenne!“ rief der Pilot aus. „Ich bin als Assistent bei ihm geflogen.
Er hat mein Diplom unterschrieben… Pirx? So viele Jahre ist er heil aus den schlimmsten…“ Er stockte, in ihm kochte es, er hob den Helm mit beiden Händen, als wolle er ihn auf Gosse schleudern. „Wie konnten Sie ihn allein mit dem Diglator gehen lassen, wie konnten Sie! Er ist Fernflugkommandant und kein Chauffeur…“
