
„Ich auch", schloß sich Spencer gähnend an. „Ich wünsche Ihnen eine angenehme Nacht", sagte Dun höflich und schaltete eigenhändig die Leselampe aus. „Die Stewardeß wird Ihnen Kissen bringen." - Er ging weiter nach hinten und wechselte hier und dort ein paar Worte mit den Passagieren. Einigen zeigte er, wie die Sitze verstellt werden konnten, anderen erklärte er etwas über die Fortbewegung von Flugzeugen, und wieder anderen gab er Auskunft über das Wetter.
„So", sagte Spencer. „Ich bin zum Schlafen bereit. Noch eins, Doktor: Sie haben's heute ganz gut getroffen. Wenigstens einmal sind Sie vor nächtlichen Telefonanrufen sicher..."
„Wie lange fliegen wir noch?" murmelte Baird schlaftrunken mit geschlossenen Augen. „Gute sieben Stunden. Am besten, man verschläft's. Gute Nacht."
„Gute Nacht, Doc", grunzte Spencer und schob sich das Kissen ins Genick. „Boy - bin ich müde!" Das Flugzeug dröhnte auf seinem Kurs vorwärts. Immer wieder wurde es von den dichten Wolken verschluckt. 16000 Fuß unter ihm schliefen die Prärien von Saskatchewan.
Dun hatte inzwischen das Whisky trinkende Quartett erreicht und verbot höflich für den Rest der Nacht den weiteren Konsum von Alkohol. „Sie wissen", sagte er mit entschuldigendem Lächeln, „daß es ohnehin nicht erlaubt ist. Lassen Sie bitte keine weiteren Flaschen mehr sehen - oder ich lasse Sie aussteigen und zu Fuß gehen!"
„Ist Kartenspielen auch verboten?" fragte einer der Vier und hob eine Taschenflasche gegen das nächste Lämpchen, um sie dann, an einen Mundwinkel gedrückt, vom letzten Tropfen zu befreien.
„Nicht unbedingt, sofern die anderen Passagiere nicht gestört werden", sagte Dun.
„Mir tut der arme Captain leid", sagte der Mann von Lancashire. „So was wie diese Nacht muß ein hartes Brot sein -he?"
„Übungssache", sagte Dun. „Nichts weiter als Gewohnheit."
