„Kommt man wirklich eines Tages dahin, daß jeder Flug nur noch Routinearbeit ist?" fragte einer.

„Ja, sicher. Ich glaube schon. "

„Bis etwas passiert - eh?" meinte ein anderer. Es gab einen Heiterkeitsausbruch, während Dunning diese Vier wieder verließ. Nur der Lancashire-Mann erhitzt vom vielen Trinken, dachte noch einen Augenblick über seine eigenen Worte nach.

00 Uhr 45 - 01 Uhr 45

Der Captain hatte seine Runde im Passagierraum fast beendet und war froh, sich einige Augenblicke lang in Ruhe mit einem kleinen Mann unterhalten zu können, der schon ein paarmal mit ihm geflogen war. „Ich weiß", sagte er und strich sich über den buschigen Schnurrbart, „das sieht ein bißchen nach Air Force aus. Aber ich hab ihn nun schon so lange, ich könnte mich nicht mehr von ihm trennen. Er ist ein alter Freund geworden, wissen Sie."

„Ich bin überzeugt, daß man mit solch einem Bart bei den Mädchen Bombenerfolg hat", sagte der kleine Mann. „Wie nennt man Sie? Biber?"

„Aber nein", meinte Dun mit dem Anflug eines Grinsens. „Wir sind bei unserer Linie alle ein bißchen eingebildet. Die meisten sagen ,Dun' zu mir, oft auch ,Dunsinande'."

„Wie?" fragte der kleine Mann erstaunt. „Dunsinande", wiederholte der Captain bedächtig. „Das kennen Sie doch sicher? Wo haben Sie Ihren Macbeth gelassen?"

Der kleine Mann starrte ihn verständnislos an. „Wo ich meinen Macbeth gelassen habe?" wiederholte er unsicher. „Was wollen Sie damit sagen?" Der Captain stand auf. Während der Unterhaltung hatte er die Stewardeß beobachtet, die ein wenig weiter vorn über eine Dame gebeugt stand und ihr die Hand auf die Stirn legte. Als Dun neben sie trat, klammerte sich die Dame eher liegend als sitzend in ihren Sessel. Ihr Kopf war gegen das Polster zurückgefallen, und sie schnitt merkwürdige Grimassen. Qualvoll zogen sich ihre Augen zusammen.



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