Da Turteltaub seine Träume nicht verwirklichen konnte, operierte er notgedrungen Affen, die im Gegensatz zu Mördern viel kostspieliger sind. Die Subventionen wurden ihm ohnehin immer mehr gekürzt, er klagte, am Ende werde er noch auf Ratten und Meerschweinchen kommen, und das sei doch nicht dasselbe. Gleichzeitig schlugen ihm weibliche Mitglieder des Tierschutzvereins und des Verbandes zur Bekämpfung der Vivisektion regelmäßig die Fensterscheiben ein, und sogar sein Auto war in Brand gesteckt worden. Die Versicherung hatte nicht zahlen wollen, weil sie keinen Beweis sah, daß nicht er selber das Feuer gelegt haben konnte, um an zwei Braten auf einmal zu kommen: die gerichtliche Verfolgung der Tierschützerinnen und materiellen Gewinn (das Auto war schon alt). So ödete er mich an, und damit er endlich aufhörte, erwähnte ich die Gebärdensprache, in der ich mit meiner Rechten der Linken Lektionen erteilte. Ich hatte den Moment schlecht gewählt. Turteltaub griff sofort zum Telefon, um Globus oder Maxwell anzurufen und anzukündigen, er werde in der Neurologischen Gesellschaft einen Fall vorführen, mit dem er sie alle in Grund und Boden stampfen würde. Als ich sah, was sich da zusammenbraute, verließ ich Turteltaub im Laufschritt und ohne Abschied, um direkt in mein Hotel zu fahren. Dort warteten sie schon im Foyer, mit glühenden Gesichtern und glänzenden Augen, alles Ausdruck ungesunder Wissenssucht. Ich versprach, gleich mit ihnen zur Klinik zu fahren, ich müsse mich nur umziehen. Während sie unten warteten, floh ich aus dem elften Stockwerk über die Feuerleiter, schnappte mir das erste beste Taxi und fuhr zum Flughafen. Mir war ganz egal, wohin ich flog, Hauptsache weit weg von diesen Wissenschaftlern. Der nächste Linienflug ging nach San Diego, ich nahm ihn, stieg in einem widerlichen kleinen Hotel, einer echten Spelunke mit diversen finsteren Typen, ab und rief, ohne den Koffer auszupacken, Tarantoga an. Zum Glück war er zu Hause, und ich bat um Hilfe.



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