
Dieser Brief war auf ein grobes Schulpapier geschrieben, aber sauber und mit einer gewissen Zierlichkeit zusammengelegt.
Die Schrift war klein, fein und von einem Charakter, der einem Schreiber von Profession Ehre gemacht hätte.
Der Brief war überschrieben: »An Herrn Alexandre Dumas.«
Dieser Mensch hatte mich also auch erkannt.
Rasch öffnete ich den Brief und las wie folgt:
»Mein Herr,
ich habe gestern Gesehen, wie ser Sie sich anstrenkten, Mich zu erkennen, und Sie mußten sehen, wie ser ich Mich anstrengte, nicht erkant zu werden.
Sie begreifen, daß unter allen Temütigungen, denen Wir preisgegeben sind, eine der Größten diejenige ist, daß Wir uns, Unserer Würde entgleidet, wie wir dies sind, einem Manne gegenüber befinden, den wir in der Gesellschaft getroffen haben.
Ich habe Mir also das Fieber gegeben, um mir heute diese Temütigung zu ersparen.
Sollten sie einiges Mitleid für einen Unglücklichen empfinden, der, Er weiß es wohl, nicht einmal ein Recht auf Mitleid hat, so verlangen Sie nicht, mein Herr, daß Ich in Ihren Dienst zurückkehre; ich wage es sogahr, Mir noch mehr von Ihnen zu erbitten: Richten Sie keine Frage an Mich über meine Person.
Im Austausch für diese Knade, um deren Bewilligung ich Sie auf den Knien anflehe, gebe ich Ihnen Mein Ehrenwort, daß Ich Ihnen, ehe Sie Toulon verlassen, den Namen mitteile, unter dem Sie Mich getroffen haben; mit diesem Namen werden Sie alles wissen, was Sie zu wissen wünschen.
Haben Sie die Giete, die Bitte desjenigen in Erwägung zu ziehen, der nicht den Mut hat, Sich zu nennen
Ihren ergebensten Diener Gabriel Lambert«
Wie die Adresse, so war auch der Brief mit der schönsten englischen Handschrift geschrieben; er zeigte eine gewisse Gewandtheit des Stils, obgleich die orthographischen Fehler, die er enthielt, den Mangel an aller Erziehung bezeichneten.
