Erst nach drei Stunden, als es schon dunkel wurde, ging der Inspektor. Ich sah es vom Fenster im oberen Treppenflur aus. Er und der diensthabende Kriminalassistent wurden direkt vor der Haustür von einem jungen Mann mit wilder Mähne und Mikrophon abgefangen, und bevor sie sich in ihren Wagen retten konnten, strömte auch schon die gesamte Schar der Wegelagerer in wilder Jagd zum Garten hinein und über den Rasen.

Ich ging durchs Haus, schloß systematisch die Fenster, zog die Vorhänge zu und verriegelte alle Außentüren.

«Was tust du denn?«fragte Donald, blaß und müde, in der Küche.

«Ich ziehe die Zugbrücke hoch.«

«Ach so.«

Trotz der langen Befragung durch den Inspektor wirkte er wesentlich ruhiger und gefaßter, und als ich die Tür von der Küche zum Garten verbarrikadiert hatte, sagte er:»Die Polizei braucht eine Liste der gestohlenen Sachen. Hilfst du mir dabei?«

«Natürlich.«»Da haben wir erst mal zu tun…«

«Klar.«

«Wir hatten zwar ein Inventar, aber das lag in dem Schreibtisch in der Diele. Und den haben sie mitgenommen.«

«Wie kann man so was denn da aufbewahren?«sagte ich.

«Das hat er mich auch gefragt. Inspektor Frost.«

«Und deine Versicherung? Hat die kein Verzeichnis?«

«Nur von den wertvolleren Sachen, das heißt von einem Teil der Gemälde und ihrem Schmuck. «Er seufzte.»Alles andere war unter >Hausrat< zusammengefaßt.«

Wir begannen mit dem Eßzimmer und teilten uns die Arbeit, indem er überlegte, was die leeren Schubladen, die er wieder in das Sideboard schob, einmal enthalten hatten, und ich nach seinem Diktat die Liste schrieb.



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