Wir hatten dem Rampenlicht, der Schmeichelei und dem Tamtam adieu gesagt und waren aufs Land gezogen, wo wir beide auch ursprünglich herkamen. Besser für die Kinder, hatten wir gesagt — und gewußt, daß es auch für uns selbst besser war.

Libbys Zustand bereitete uns keinen akuten Kummer mehr. Akzeptiert und vertraut, war es einfach ein Teil unseres Lebens. Die Jungen waren gutmütig im Umgang mit ihr, Charlie liebevoll und ich sanft; und da sie selten krank war und durchaus zufrieden zu sein schien, hätte es sehr viel schlimmer kommen können.

Letztlich war es schwieriger gewesen, sich gegen die Reaktionen Fremder abzuhärten, aber nach all den Jahren war es Charlie und mir völlig gleich, was irgend jemand sagte. Es mochte also sein, daß Libby noch nicht sprechen, nicht richtig laufen konnte, daß sie beim Essen kleckerte und nicht ganz und gar trocken war, aber sie war unsere Tochter, und damit hatte es sich.

Ich ging ins Haus, zog die Badehose an und nahm Libby mit ins Becken. Sie lernte langsam schwimmen und hatte keine Angst vor dem Wasser. Vergnügt planschte sie in meinem Arm liegend umher, patschte mir mit den nassen Händchen ins Gesicht und rief mich» Dada«, schlang dann die Arme um meinen Hals und klebte wie eine Klette an mir.

Nach einer Weile gab ich sie Charlie raus zum Abtrocknen und spielte mit Peter und Chris etwas, das wir unter uns» Wasserpolo «nannten, um nach zwanzig Minuten zu dem Schluß zu kommen, daß selbst Evan Pentelow einen nicht so hart drannahm.

«Weiter, Dad«, sagten sie, und:»Na, hör mal, Dad, du willst doch nicht etwa schon rausgehn?«

«Doch«, sagte ich bestimmt und trocknete mich neben Charlie auf der Decke ab.



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