
«Du möchtest aber, daß wir etwas für dich tun?«tippte Charlie an.
Nerissa war erstaunt.»Wie kommst du darauf, daß ich so was im Sinn habe?«
«Oh… weil es dir so eilig war mit uns — und du weißt doch bestimmt schon seit Wochen, wie es um dich steht.«
«Edward, wie gescheit deine Charlotte ist«, sagte sie.»Ja, ich habe einen Wunsch… Edward soll etwas für mich tun, wenn er mag.«
«Natürlich«, sagte ich.
Eine trockene Belustigung schlich sich wieder in ihre Stimme.
«Hör dir erst mal an, um was es geht, bevor du solche Blankoversprechungen machst.«»Okay.«
«Es hat mit meinen Pferden zu tun. «Sie überlegte, mit schräg geneigtem Kopf.»Sie laufen so schlecht.«
«Aber«, sagte ich verblüfft,»sie sind doch in dieser Saison noch gar nicht gestartet.«
Sie ließ noch immer zwei Hindernispferde in dem Stall trainieren, wo ich aufgewachsen war, und obwohl ich seit dem Tod meines Vaters nicht mehr direkt damit in Verbindung stand, wußte ich, daß sie in der vorigen Saison beide ein paar Rennen gewonnen hatten.
Sie schüttelte den Kopf.»Nicht die Springer, Edward. Meine anderen Pferde. Fünf Hengste und sechs Stuten, die auf der Flachen laufen.«
«Auf der Flachen? Entschuldige… Mir war nicht klar, daß du Flachpferde hast.«
«In Südafrika.«
«Oh. «Ich sah sie ein wenig ratlos an.»Vom südafrikanischen Rennsport habe ich keine Ahnung. Tut mir furchtbar leid. Ich würde dir gern helfen, aber ich weiß einfach viel zu wenig, um beurteilen zu können, warum deine Pferde da schlecht laufen.«
