
«Das müssen wir in Kauf nehmen.«
«Also ehrlich!«
«Es wird doch sowieso von der Steuer abgesetzt.«
«Stimmt auch wieder.«
Ich setzte mich neben sie. Die unbezahlte Telefonrechnung war als Gesprächsthema so gut wie alles andere; wir brauchten nicht mehr laut zu sagen, was wir füreinander empfanden. In unserer Beziehung hatten wir von Trennung und Abschied nie viel Aufhebens gemacht, und auch vom Wiedersehen nicht. Eine Menge Leute hielten das für Gleichgültigkeit. Vielleicht war es zu sehr das Gegenteil. Wir brauchten einander wie Bienen und Honig.
Als ich sechzehn Stunden später auf dem Jan Smuts International Airport landete, holte mich ein nervöser Mann mit feuchten Händen ab, der sich als Vertriebsdirektor von Worldic Cinemas in Südafrika vorstellte.
«Wenkins«, sagte er.»Clifford Wenkins. Sehr erfreut, Sie kennenzulernen.«
Er hatte unruhige Augen und einen silbenverschluckenden südafrikanischen Akzent. Um die Vierzig. Kein Erfolgsmensch. Redete ein bißchen zu laut, zu vertraulich, mit der Art von gezwungener Leutseligkeit, die ich am wenigsten ausstehen konnte.
So höflich wie möglich entwand ich meinen Jackenärmel seinem Griff.
«Nett, daß Sie gekommen sind«, sagte ich und wünschte, er hätte es mir erspart.
«Konnten doch Edward Lincoln nicht anreisen lassen, ohne ihn gebührend zu empfangen. «Er lachte laut vor Nervosität. Ich fragte mich flüchtig, weshalb er nur so schrecklich befangen war; als Filmverleiher traf er doch sicher dauernd mit Schauspielern zusammen.
«Der Wagen steht da drüben. «Er lief im Krebsgang vor mir her, die Arme nach vorn und hinten ausgestreckt, als wollte er mir mit dem einen Arm den Weg bahnen und mich mit dem anderen führen. Es waren nicht genug Leute da, als daß auch nur die geringste Notwendigkeit dazu bestanden hätte.
