Ich folgte ihm mit meinem Koffer und bemühte mich, seine Aufmerksamkeiten frohen Mutes zu ertragen.

«Gar nicht weit«, versicherte er und sah mir begütigend ins Gesicht.

«Prima«, sagte ich.

Eine Gruppe von etwa zehn Leuten stand unmittelbar vor dem Hauptausgang. Ich betrachtete sie ernüchtert; ihre

Kleidung und ihre Art herumzustehen wies sie von weitem schon als Medienschaffende aus, und es überraschte mich nicht, die gezückten Kameras und Tonbandgeräte zu sehen, als wir näher kamen.

«Mr. Lincoln, was halten Sie von Südafrika?«

«Hey, Link, wie wär’s mit einem breiten Lächeln?«

«Ist etwas Wahres an dem Gerücht.«

«Unsere Leser wüßten gern, welche Ansichten Sie.«

«Bitte recht freundlich.«

Ich versuchte weiterzugehen, aber sie zwangen uns ein Schneckentempo auf. Ich lächelte in den Pulk und sagte beschwichtigende Dinge wie:»Ich bin froh, hier zu sein. Es ist mein erster Besuch. Ich freue mich sehr darauf«, und schließlich gelangten wir ins Freie.

Clifford Wenkins bekam jetzt auch noch eine feuchte Stirn, obwohl die Sonne hier, fast 2000 Meter über dem Meeresspiegel, recht kühl war.

«Tut mir leid«, sagte er,»aber mit denen war zu rechnen.«

«Erstaunlich, daß sie genau den Tag und die Zeit wußten, wo mein Flug doch erst gestern morgen gebucht worden ist.«

«Äh… ja«, meinte er schwach.

«Die Presse macht hier sicher auch gern schon mal Reklame für Leute, wenn Sie das möchten.«

«Oh, allerdings«, gab er unumwunden zu.

Ich lächelte ihn an. Man konnte ihm kaum verdenken, daß er mich als Bezahlung für vergangene und zukünftige Dienste gebrauchte. Es war zwar bekannt, daß ich Interviews lieber aus dem Weg ging, aber kaum jemand verstand es. In vielen Ländern spielten einem die Medien übel mit, wenn man sich keine Geschichten aus der Nase ziehen ließ, und die Südafrikaner waren höflicher gewesen als die meisten.



37 из 205