
Arknolds arrogante Augen lösten sich von ihr und hefteten sich auf Danilo. Einen Moment lang schaute er nur, ehe er fragend die Brauen hochzog. Danilo nickte kaum merklich in meine Richtung, und Arknold wandte seine Aufmerksamkeit mir zu.
Wieder das langsame Abschätzen. Dann kam er herüber.
Danilo machte uns miteinander bekannt, als wäre es wunder was für ein Spaß, daß wir uns kennenlernten. Eine Ehre für mich wie für ihn.
Großartig.
Greville Arknold war mir auf Anhieb unsympathisch und blieb es. Und doch war er durchaus freundlich zu mir: lächelte, gab mir die Hand, sagte, er sei erfreut, sagte, Mrs. Cavesey habe ihm telegrafiert, daß ich eventuell zum Pferderennen käme und daß er sich dann meiner annehmen solle.
Er sprach mit deutlich afrikaansem Akzent, und später fand ich heraus, daß er wie viele Südafrikaner dreisprachig war — Englisch, Afrikaans und Zulu. Er hatte ein aus dik-ken Fleischlappen bestehendes Gesicht, Lippen so dünn, daß sie kaum existierten, Narben von alter Akne an Kinn und Hals und einen struppigen rotblonden Schnauzer, daumendick, drei Finger breit, unter der Nase. Und bei all dem Lächeln und Begrüßungsgeplauder blieben seine Augen kalt.
«Ihr Pferd ist gerade gut gelaufen«, meinte ich gesprächsweise.
Der Ärger von vorhin zeigte sich sofort wieder in seiner Miene.»Diese dumme Person hat darauf bestanden, daß ihr Pferd heute antritt, dabei wollte ich es am Samstag laufen lassen. Es hatte letzten Samstag in Turffontein ein schweres Rennen. Da brauchte es noch drei Tage Ruhe.«
«Es sah aus, als hätte sie um Entschuldigung gebeten«, sagte ich.
«Ja. Hat sie. Zu spät natürlich. Wär’ sie mal vernünftiger gewesen. Ist ja ein ganz ordentlicher Hengst. Am Samstag hätte er gewonnen. Kein bißchen Verstand. Besitzer sollten sich immer nach dem Trainer richten. Sie bezahlen doch für das Fachwissen, oder? Dann sollten sie auch immer tun, was der Fachmann sagt.«
