
Ich lächelte unbestimmt, unverbindlich. Aus meiner eigenen Erfahrung als Besitzer, wenn auch nur eines mittelmäßigen Hindernispferdes, konnte ich dem» immer «nicht zustimmen. Manchmal oder auch meistens, ja. Aber immer, nein. Ich wußte von mindestens einem Grand-National-Sieger, der niemals angetreten wäre, hätte sein Besitzer auf den Rat des Trainers gehört.
«Wie ich sehe, hat Mrs. Cavesey einen Starter im vierten«, sagte ich.
Die dogmatische Miene verschwand und machte einem leichten Stirnrunzeln Platz.
«Ja«, sagte Arnold.»Vielleicht hat sie Ihnen ja erzählt, daß ihre Pferde nicht gut laufen.«
«Sie sagte mir, Sie hätten keine Ahnung, warum«, erwiderte ich und nickte.
Er schüttelte den Kopf.»Ich verstehe das nicht. Sie werden behandelt wie alle anderen. Dasselbe Futter, dieselbe Arbeit und alles. Sie sind nicht krank. Ich habe sie mehrmals von einem Tierarzt untersuchen lassen. Es ist beunruhigend. Sehr.«
«Ja, sicher«, sagte ich mitfühlend.
«Und Dopingproben!«sagte er.»Wir haben bestimmt schon hundert Dopingproben gemacht. Allesamt negativ.«
«Sehen sie denn fit aus?«fragte ich.»Ich meine, würde man ihnen vom Aussehen her zutrauen, daß sie besser laufen?«
«Überzeugen Sie sich selbst. «Er zuckte die Achseln.»Das heißt… ich weiß ja nicht, wie Sie sich mit Pferden auskennen.«
«Sicher ziemlich gut«, warf Danilo ein.»Es ist schließlich kein Geheimnis, daß sein Vater ein Stallangestellter war.«
«So?«sagte Arknold.»Möchten Sie sich dann vielleicht im Stall einmal umsehen? Am Ende können Sie uns sogar einen Tip geben zum Lot von Mrs. Cavesey, man weiß ja nie.«
Sein ironischer Tonfall ließ erkennen, daß er das für ausgeschlossen hielt. Das bedeutete entweder, er wußte wirklich nicht, was mit den Pferden los war, oder er wußte es, war aber fest überzeugt, daß ich nicht dahinterkommen würde.
