
Ich kehrte schließlich nach England zurück, weil ich mit fünfundzwanzig das Verfügungsrecht über die Erbschaft meiner Tante wie auch meines Vaters erhielt und meine Treuhänder Anweisungen haben wollten. Ich hatte mich hin und wieder bei ihnen gemeldet, und sie hatten des öfteren Geld an weitentfernte Stützpunkte geschickt, doch als ich das stille, von Büchern gesäumte Anwaltsbüro des Seniorchefs von Cornborough, Cross & George betrat, empfing der alte Clement Cornborough mich mit einem Stirnrunzeln und blieb hinter seinem Schreibtisch sitzen.
«Sie sind doch nicht… ehm…?«Suchend blickte er mir über die Schulter, ob der von ihm Erwartete noch kam.
«Doch… ich bin’s. Tor Kelsey.«
«Guter Gott. «Er erhob sich langsam, beugte sich vor und streckte die Hand aus.»Sie haben sich aber verändert. Sie… ehm.«
«Größer, schwerer und älter«, sagte ich nickend. Auch sonnengebräunt damals, von einem Aufenthalt in Mexiko.
«Ich hatte… ehm… ein Mittagessen vorgesehen«, meinte er unsicher.
«Das wär ausgezeichnet«, sagte ich.
Er ging mit mir in ein stilles Restaurant, voll von anderen Rechtsanwälten, die ihm ernst zunickten. Beim Rinderbraten teilte er mir mit, ich würde niemals für meinen Lebensunterhalt arbeiten müssen (das wußte ich schon) und erkundigte sich im gleichen Atemzug, was ich mit meinem Leben anfangen wolle, eine Frage, die ich nicht beantworten konnte. Daß ich sieben Jahre hindurch leben gelernt hatte, war etwas anderes, aber ich besaß keinerlei formale Ausbildung. In Büros bekam ich Platzangst, und studiert hatte ich auch nicht. Ich kannte mich mit Maschinen aus und war flink mit den Händen. Ich hatte keinen überwältigenden Ehrgeiz. Ich war kein Unternehmer wie mein Vater, würde aber auch das Vermögen, das er mir hinterlassen hatte, nicht durchbringen.
«Was haben Sie denn so gemacht?«sagte der alte Cornborough, tapfer plaudernd.»Sie haben bestimmt ein paar interessante Gegenden gesehen, was?«
