
«In Sichtweite.«
«Er ist auf einen Derry Welfram registriert. Schon mal gehört von ihm?«
«Nein.«
Millington hatte noch Verbindungen zur Polizei und schien mühelos an nützliche Informationen aus ihrem Computer heranzukommen.
«Sein angegebener Wohnsitz ist Parkway Mansions, Maida Vale, London«, sagte er.»Falls Sie ihn verlieren, schauen Sie dort nach.«
«Gut.«
Derry Welfram fuhr entgegenkommenderweise direkt nach Parkway Mansions, und andere Spürnasen von Millington identifizierten ihn später einwandfrei. Millington legte den beiden Zeugen mit dem unzuverlässigen Gedächtnis Welframs Foto vor und schilderte mir hinterher das Resultat:»Die haben sich beide vor Angst in die Hosen gemacht und gestammelt, sie hätten den Mann noch nie gesehen, nie-niemals. «Aber sie waren alle beide so wirkungsvoll eingeschüchtert worden, daß Millington überhaupt nichts aus ihnen herausbrachte.
Millington trug mir auf, Derry Welfram zu folgen, wenn ich ihn wieder bei den Rennen sah, um festzustellen, mit wem er sonst noch sprach, und an dem Tag, als der marineblaue Anzug auf seine Knöpfe fiel, hatte ich das gerade etwa einen Monat lang getan. Welfram hatte bis dahin mit etwa zehn Leuten eindringlich geredet und sich dabei als Unglücksbote erwiesen, der überall, wo er seine schlechten Neuigkeiten anbrachte, rief er Schrecken, Zittern, leere Blicke hervor. Und da ich eine raffinierte, in ein Fernglas eingebaute Kamera besaß (neben einer, die wie ein Feuerzeug aussah), hatten wir brauchbare Porträts von den meisten der erschütterten Kontaktpersonen Welframs, wenn auch bis jetzt erst die Hälfte davon identifiziert war. Millingtons Leute arbeiteten daran.
Millington war zu dem Schluß gekommen, daß Welfram ein Angstmacher war, der Schulden eintrieb: ein Knochenbrecher zum Mieten, nicht allein Filmers Mann. Ich hatte ihn nach dem ersten Mal nur einmal noch mit Filmer sprechen sehen, was nicht hieß, daß er es nicht öfter getan hatte.
