Beim vierten Anlauf in der folgenden Woche schlenderte Filmer selbst vorbei, und ich dachte schon, wir würden einen neuerlichen hysterischen Anfall erleben. Nichts da; unser Zimmermädchen weinte zwar, schlotterte und wollte wiederholt versichert sein, er werde nie erfahren, daß sie ihn gesehen hatte, blieb aber auf dem Posten. Und kurz darauf erstaunte sie uns, indem sie auf eine Gruppe von Vorübergehenden wies, die wir noch nie mit Filmer in Verbindung gebracht hatten.

«Das ist er«, sagte sie keuchend.»O mein Gott… das ist er… den würde ich überall rauskennen.«

«Welchen?«sagte Millington eindringlich.

«Den in Blau… mit den gräulichen Haaren. O mein Gott…

daß er bloß nichts erfährt…«Ihre Stimme hob sich vor Panik.

Ich hörte noch, wie Millington wieder anfing, sie zu beruhigen, als ich schnell aus dem Büro ins Freie rannte und mich dort augenblicklich dem viel langsameren Tempo der Leute anpaßte, die für das nächste Rennen vom Führring zur Tribüne strebten. Der blaue Anzug mit dem silbernen Haarschopf darüber hatte es nicht eilig, er ließ sich vom Strom der Menge tragen. Ich folgte ihm heimlich für den Rest des Nachmittags, und nur einmal nahm er mit Filmer Kontakt auf, scheinbar ganz zufällig, wie unter Fremden.

Die Begegnung sah aus, als frage der blaue Anzug Filmer, wie spät es sei. Filmer blickte auf seine Armbanduhr und sagte etwas. Blauer Anzug nickte und ging weiter. Blauer Anzug war zwar Filmers Mann, sollte aber in der Öffentlichkeit nicht als solcher zu erkennen sein: das gleiche wie bei mir und Millington.

Ich folgte dem marineblauen Anzug von der Rennbahn in den Heimreiseverkehr und rief vom Auto aus Millington an.

«Er fährt einen Jaguar«, sagte ich,»Kennzeichen A 576 FDD. Er hat mit Filmer gesprochen. Es ist unser Mann.«



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