Wie auf allen Planeten im Phemus-Kreis gab es auf Teufel kaum Rohstoffe und kaum Metalle. Der Planet war aus Verzweiflung und reiner Notwendigkeit heraus besiedelt worden, als bei einem der ersten Kolonistenschiffe die Lebenserhaltungssysteme ausgefallen waren. Aber darüber hinaus war er auch noch sehr, sehr abgelegen; er war zu heiß, zu klein, und die Atmosphäre war kaum atembar. Die Lebenserwartung eines Menschen, der auf Teufel aufgewachsen war — und die meisten der dort Geborenen schafften schon das nicht —, betrug weniger als die Hälfte des Durchschnitts auf den anderen Welten des Phemus-Kreises und weniger als ein Drittel dessen, was ein Bewohner auf einer der Welten der Vierten Allianz erreichte. All diejenigen, die auf Teufel geboren und aufgewachsen waren, entwickelten einen immensen Selbsterhaltungstrieb, noch bevor sie auch nur sprechen konnten — oder sie hielten gar nicht erst lange genug durch, um das Sprechen überhaupt noch zu erlernen.

Rebka war ein schlanker Mann mit einem Kopf, der für seinen Körper ein wenig zu groß war, und das Gleiche galt auch für seine Hände und Füße. Er hatte das bleiche, leicht verwachsene Äußere eines Menschen, der in seiner Kindheit unter konstanter Mangelernährung gelitten hatte, bei der zudem zahlreiche Spurenelemente gefehlt hatten. Doch diese frühzeitigen Entbehrungen hatten seinen Verstand nicht im Mindesten in Mitleidenschaft gezogen. Rebka hatte seine Lektion früh gelernt, als er mit acht Jahren Bilder der reichen Welten der Allianz gesehen hatte, deren Territorium an das des Kreises grenzte. In ihm wurde ein tief verwurzelter, tiefempfundener Zorn geboren. Den lernte Rebka zu nutzen, zu kanalisieren und zu steuern, um so sein Fortkommen voranzutreiben, und gleichzeitig hatte er auch gelernt, jegliche Emotion hinter einem Lächeln zu verbergen. Als er zwölf Jahre alt war, hatte er es bereits geschafft, Teufel hinter sich zu lassen und in ein Trainingsprogramm der Regierung des Phemus-Kreises aufgenommen zu werden.



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