
»Ich bin nicht zornig auf Perry.« Rebka stellte weitere Fragen, doch die Antworten, die er erhielt, halfen ihm nicht weiter. Der Auftrag ergab immer noch keinen Sinn. Das Zentralkomitee des Phemus-Kreises konnte gerne seine Ressourcen verschwenden, wenn es das wünschte; aber es war ein blöder Fehler, Rebkas Talent so zu verschwenden — falsche Bescheidenheit ging ihm ab —, wenn es doch wahrscheinlicher schien, dass ein Psychiater Erfolg haben würde! Oder war auch dieser Versuch bereits unternommen worden — ergebnislos?
Hans Rebka schwang die Beine von seinem Bett herunter und ging zum Fenster hinüber. Dann blickte er auf. Nach einer dreitägigen Reise durch fünf Knotenpunkte des Bose-Netzwerks und einer letzten Etappe, die er mit Subluminalgeschwindigkeit zurückgelegt hatte, war er schließlich auf der den Sternen zugewandten Seite von Opal gelandet. Aber dass sie als die ›Sternenseite‹ bezeichnet wurde, war dann doch eher ein Witz: Selbst vor Sonnenaufgang war nicht ein einziger Stern zu erkennen. Zu dieser Jahreszeit, kurz vor dem Gezeitensturm, kam es äußerst selten vor, dass die dichte Wolkendecke auch nur kurz aufbrach. Als Rebka sich dem Planeten genähert hatte, war nichts zu sehen gewesen außer einem völlig einheitlich leuchtenden Globus. Die ganze Welt war von Wasser bedeckt, und sobald Dobelle seinem Primärstern Mandel am nächsten kam, erreichte die Sommerflut, die als der ›Gezeitensturm‹ bezeichnet wurde, ihren Höhepunkt, und kein einziger Sonnenstrahl erreichte mehr die Ozeane von Opal. Sicherheit boten dann nur noch die Schlingen, natürliche Flöße aus Erdreich und verschlungenen Pflanzen, die vom Wind und den Gezeiten über die Oberfläche Opals bewegt wurden.
