
Birdie seufzte und lehnte sich in seinem Korbsessel zurück. Perrys Büro befand sich in der obersten Etage des höchsten Gebäudes auf der Erdstoßseite von Opal, einem Versuchs-Gebäude mit vier Stockwerken, das genau gemäß den Konstruktionsplänen errichtet worden war, die Perry vorgelegt hatte. Und Birdie Kelly fühlte sich darin immer noch nicht so recht wohl. Das Fundament erstreckte sich durch mehrere Schlammschichten und ein Geflecht aus Wurzeln, zum Teil abgestorben, zum Teil nicht, sodann noch durch die Unterseite des Fundamentes dieser Schlinge hindurch bis in das brackige Wasser des Ozeans von Opal. Es wurde von einem Hohlkörper aufrecht gehalten, der knapp unter der Oberfläche trieb, und dessen hydrostatischer Auftrieb übernahm einen Großteil der Last.
Doch selbst ein derart niedriges Gebäude erschien Birdie nicht sicher. Die Schlingen waren schließlich sehr fragil: Waren keine soliden Fundamente vorhanden, beschränkte man sich bei den meisten Gebäuden von Opal auf nur ein oder zwei Stockwerke. In den letzten sechs Monaten war diese Schlinge an ein und der selben Stelle vertäut gewesen, doch nun, da der Gezeitensturm bevorstand, wurde das zu gefährlich. Perry hatte angeordnet, die Schlinge in acht Tagen ganz den Gezeiten auszuliefern — aber war das frühzeitig genug?
Der Kommunikator meldete sich. Max Perry ignorierte ihn. Er hatte sich in seinem Liegesitz zurückgelehnt und starrte die Decke an. Birdie rieb über das Revers seines fadenscheinigen weißen Jacketts, dann beugte er sich ein wenig vor und warf einen Blick auf das schlichte Display.
Er schniefte. Das war keine Nachricht, die Max Perrys Stimmung aufheitern würde.
»Captain Rebka ist näher, als wir dachten, Sir«, sagte er. »Tatsächlich ist er schon vor Stunden von der Sternenseite aufgebrochen. Sein Flugwagen sollte in wenigen Minuten landen.«
»Danke, Birdie.« Perry rührte sich nicht. »Bitten Sie den Schlingenfunk, uns auf dem Laufenden zu halten!«
