Sein Besucher lächelte. »Das verstehe ich sofort. Aber vielen anderen würde es wohl nicht so gehen.«

Was für Gefühle sein Lächeln verbergen mochte, Rebkas Zustimmung war durchaus echt. Während der ersten zehn Sekunden, seit er Max Perry gegenübergetreten war, hatte er bereits die erste Arbeitshypothese über dessen Motivation verworfen, die ihm in den Sinn gekommen war, nachdem er dessen Lebenslauf gelesen hatte. Selbst der ärmste Planet mochte Einzelnen sogar gewaltigen Luxus bieten, und manche Menschen würden wohl auf einem Planeten bleiben wollen, weil sie dort Reichtum und auch in jeder anderen Hinsicht ein schönes Leben hatten und keinerlei Möglichkeit sahen, dies auf einen anderen Planeten mitzunehmen. Doch was auch immer Max Perrys Geheimnis sein mochte: Das war es auf jeden Fall nicht. Er lebte ebenso schlicht und bescheiden wie Rebka selbst.

War es dann vielleicht die Macht?

Wohl kaum. Perry überwachte, wer Erdstoß betreten durfte, und sonst kaum etwas anderes. Über seinen Schreibtisch gingen die Besuchergenehmigungen, doch jeder, der über ein Mindestmaß an Einfluss verfügte, konnte sich jederzeit an eine höhere Autorität im Rat des Dobelle-Systems wenden.

Was also war seine Motivation? Es musste doch eine geben; es gab immer eine! Aber welche war es?

Während der offiziellen Vorstellung und des Austauschs bedeutungsloser Höflichkeitsfloskeln im Namen der Regierung von Opal und der Dienststelle des Generalkoordinators für den Phemus-Kreis richtete Rebka seine Aufmerksamkeit ganz auf Perrys Person.

Und das tat er mit echtem Interesse. Er hätte lieber ›Paradox‹ erkundet, doch trotz aller Verachtung, mit der er diese Aufgabe angegangen war, konnte er doch seine Neugier nicht einfach unterdrücken. Die Diskrepanz zwischen Perrys bisherigen Lebenslauf und seiner derzeitigen Position war einfach zu eklatant. Mit zwanzig Jahren hatte er es bereits zum Sektionskoordinator in einer der härtesten Gegenden gebracht, die der Kreis zu bieten hatte.



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