Tamara saß am Kommunikations-Tastfeld und hielt Kontakt mit dem Mutterschiff. »Das bestätigt unsere Analyse bezüglich der Meteoriteneinschläge«, meinte sie. »Mindestens zehn Millionen Jahre alt, seit mehr als drei Millionen Jahren unbewohnt. Und ich weiß nicht, was es da zu grinsen gibt!«

»Tut mir leid.« Aber danach sah Damon nicht aus. »Ich habe nur gerade an das alte Paradoxon aus der Prä-Expansions-Zeit gedacht: Wenn es Außerirdische gibt, wo sind die denn dann? Vor zwanzig Jahren dachte ich, endlich die Antwort zu kennen: Es gibt keine Außerirdischen. Jetzt können wir mit der Frage wieder von vorne anfangen. Wo sind sie, Tammy? Wer hat dieses ganze Zeug hier gebaut? Und wo sind diese Baumeister jetzt?«

Sie zuckte mit den Schultern. Damons Frage sollte für mehr als dreitausend weitere Jahre unbeantwortet bleiben.

Doch während Tamara und Damon das Artefakt anstarrten und anstaunten, erreichte ein schwaches Signal das Mutterschiff, ausgesendet von einer kleinen, kaum überlebensfähigen Kolonie auf Eta Cassiopeiae A. Sie berichtete von einer faszinierenden neuen Theorie aus der Physik, in der es um die Bose-Einstein-Statistik ging, und unterbreitete zugleich einen Vorschlag für ein raffiniertes, schwieriges Experiment, durchzuführen im Tiefenraum, das weit über die begrenzten Möglichkeiten und Ressourcen der kleinen Kolonie hinausging.

Da sich nun alle, die sich im Lacoste-System befanden, so sehr auf die Baumeister konzentrierten, blieb diese neu eingetroffene Nachricht vollständig unbeachtet.

Doch die Baumeister waren schon lange fort, während der Superluminal-Transport bereits auf dem Wege war.


ARTEFAKT: KOKON.



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