Sie wollte endlich wissen, was ihren Großvater umgebracht hatte, der weit entfernt vom Haupthaus leblos neben seinem Jeep gefunden worden war. Rich Joyce hatte eine Schädelverletzung, und man nahm an, dass er beim Ein- oder Aussteigen gestürzt war. Oder aber sein Jeep war auf einen Felsen gefahren, woraufhin er aus dem Wagen geschleudert worden war und sich den Kopf an der Karosserie gestoßen hatte. Man hatte jedoch keinerlei Spuren eines solchen Zusammenstoßes entdecken können. Wie dem auch sei: Der Motor des Jeeps war abgestellt, und Rich Joyce war tot gewesen. Da weit und breit niemand zu sehen gewesen war, hatte man seinen Tod einem Herzversagen zugeschrieben. Er war schon vor Jahren beerdigt worden. Da Richs einziger Sohn und dessen Frau mehrere Jahre zuvor bei einem Autounfall ums Leben gekommen waren, hatten seine drei Enkel alles geerbt, wenn auch nicht zu gleichen Teilen. Wie Tolliver herausgefunden hatte, war Lizzie zur Verwalterin des Familienvermögens bestellt worden. Die anderen beiden Enkel besaßen Anteile, die sich auf etwas weniger als ein Drittel beliefen. Das genügte, um sicherzustellen, dass Lizzie auch in Zukunft das Sagen hatte. Es war nicht schwer zu erraten, wem Rich Joyce am meisten vertraut hatte.

Ob Rich Joyce gewusst hatte, dass sich seine Enkelin für Übernatürliches interessierte oder schlichtweg das Besondere liebte? Deshalb also hatte Lizzie uns auf den Pioneer Rest Cemetery geführt, und deshalb stand ich jetzt hier und wartete auf ihr Signal zum Loslegen.

Die eigensinnige Lizzie wollte was sehen für ihr Geld, also würde sie mich nicht gleich zum Grab ihres Großvaters führen. Sie hatte mich nicht einmal über den Sinn und Zweck meiner Suche unterrichtet, bevor ich vor einer halben Stunde aus meinem Wagen gestiegen war. Natürlich konnte ich hier herumspazieren und alle Grabinschriften lesen, bis ich auf eine mit den passenden Daten stieß. So viele Joyces lagen hier auch nicht unter der Erde. Aber ich würde die Sache trotzdem etwas in die Länge ziehen und ihr ein paar Gratisdarbietungen geben, da sie bei meinem Honorar nicht mit der Wimper gezuckt hatte.



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