»Man hat Sie falsch unterrichtet«, sagte ich.

»Aber Sie besitzen einen Kompositor ...«

»Ein Basisinstrument«, klärte ich ihn auf, »dem noch eine Million Teile fehlen, bevor es die Arbeit anpacken kann, die mir vorschwebt. Es wäre eine Schande, mit einem solchen Schrotthaufen die Erde zu betreten.«

»Sehr bedauerlich«, sagte Elmer. »Die Erde ermöglichte Ihnen eine glorreiche Komposition. Da ist nur eins, Sir ...«

Er stotterte und verstummte, verlegen aus einem Grund, den ich nicht entdecken konnte.

Ich wartete, da ich seine Verlegenheit nicht durch irgendeine Äußerung zu vertiefen wünschte.

»Was ich sagen wollte, Sir - obwohl es mir womöglich nicht zusteht, Ihnen Ratschläge zu erteilen -, Sie dürfen sich nicht vom Friedhof beeinflussen lassen. Der Friedhof ist kein Bestandteil der Erde. Er ist etwas, das man der Erde aufgepfropft hat. Aufgepfropft, wenn Sie die Bemerkung gestatten, mit kolossalem Zynismus.«

Diese Worte erregten meine Aufmerksamkeit. Hier, so stellte ich mit größerer Überraschung fest, als ich zu zeigen gedachte, war jemand, der meine Meinung teilte. In der Dämmerung, die heraufzog, betrachtete ich ihn näher. Er bot keinen umwerfenden Anblick. Sein Rumpf war altertümlich, jedenfalls nach Aldener Standard, ein ungefüges Ding, zweckmäßig und leistungsstark, ohne Feinheiten, und ins Kopfstück hatte man nicht die leiseste Mühe investiert, um ihm ein angenehmes Aussehen zu verleihen. Doch trotz seiner rohen, kraftvollen Erscheinung bediente er sich nicht der Sprache, die man von einem plumpen, veralteten Arbeitsroboter erwartete.

»Ich bin ein wenig überrascht«, sagte ich zu ihm, »und zugleich erfreut, einem Roboter zu begegnen, der Interesse für die Kunst hegt, insbesondere für eine so komplizierte Kunstform.«

»Ich habe versucht, einen ganzen Menschen aus mir zu machen«, sagte Elmer. »Die Tatsache, daß ich keiner bin, so vermute ich, dürfte erklären, warum ich es so mühevoll versucht habe. Nach Erhalt meiner Freisetzungsurkunde und der darin fixierten Einsetzung in den Status eines Menschen fühlte ich mich zu dem Versuch verpflichtet, mich zu einem Menschen zu entwickeln. Natürlich ist es unmöglich. In meinem Innern steckt noch sehr viel von einer Maschine ...«



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