«Südafrika muss schön sein», sagte Pilar plötzlich.

Er begann von Südafrika zu erzählen. Sie hörte ihm freudig gespannt zu wie ein Kind, dem man Märchen erzählt. Ihre naiven, aber scharfsinnigen Fragen amüsierten ihn, und er machte sich einen Spaß daraus, seine Schilderungen bunt und packend zu gestalten.

Die Rückkehr der eigentlichen Platzinhaber des Abteils bereitete ihrer Unterhaltung ein Ende. Stephen erhob sich, lächelte ihr zu und trat wieder in den Seitengang hinaus.

Als er etwas später unter die Abteiltür treten musste, um einer alten Dame Platz zu machen, fielen seine Blicke zufällig auf das Etikett an Pilars fremdländisch anmutendem Strohkoffer. Schnell und interessiert las er den Namen: Miss Pilar Estravados. Doch als er auch die Adresse gelesen hatte, weiteten sich seine Augen in ungläubigem Erstaunen – Gorston Hall, Longdale, Addlesfield.

Er starrte das Mädchen an, als hätte er es noch nie gesehen. Verblüffung, Verärgerung, Misstrauen spiegelten sich in seinen Augen.

Während er draußen im Korridor eine Zigarette rauchte, war seine Stirne tief gerunzelt…

Im großen, in den Farben Blau und Gold gehaltenen Wohnzimmer von Gorston Hall saßen Alfred Lee und Lydia, seine Frau, und machten Pläne für Weihnachten. Alfred war ein etwas vierschrötiger Mann mittleren Alters mit einem angenehmen Gesicht und sanften braunen Augen. Seine Stimme klang ruhig und sicher, und er sprach überlegen und deutlich. Gerade jetzt war sein Kopf tief zwischen die Schultern gezogen, und das gab seiner Haltung etwas unbeweglich Starres. Lydia sah aus wie ein edles, kraftvolles Rennpferd. Sie war erstaunlich schlank, und ihre Bewegungen hatten eine nervöse Grazie. Schön konnte man ihr hageres Gesicht nicht nennen, aber es wirkte distinguiert, und ihre Stimme war bezaubernd.

«Vater besteht darauf», sagte Alfred eben, «und da kann man gar nichts machen.»



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