
Er schüttelte sie. Er konnte seine Hand nicht ausstrecken, bevor sie ihm ihre reichte... so ungehobelt Coty auftrat, er beherrschte doch ein Minimum an Anstandsregeln.
»Und dies ist Nigel Danforth.«
»Freut mich, Mr. Danforth.« Harry gab ihm die Hand. »Ich bin eine Freundin von Addie.«
Ihre Mienen entspannten sich.
»Ah«, sagte Nigel nur und lächelte.
»Dann rein ins Vergnügen«, sagte Coty.
»Ah ja«, sagte Harry leise, ein wenig verwirrt über den plötzlichen Enthusiasmus der Männer.
»Also, bis später.« Coty steuerte auf das Umkleidezelt der Jockeys zu.
Nigel blinzelte. »Addies Freunde.« Dann eilte auch er in das Zelt.
Harry sah den schmächtigen Männern nach, erstaunt, was für winzige Pos sie hatten. Sie wußte nicht, was sie von den beiden halten sollte. Ihr ganzes Auftreten hatte sich verändert, als sie Addie erwähnte. Als hätte sie das Kennwort eines exklusiven Clubs genannt.
Sie blinzelte, trank einen Schluck Tee, dann ging sie zur Ostseite des Zeltbereichs und stieg über die Absperrung. Tucker duckte sich unten durch.
»Komm, Tucker, überprüfen wir unser Hindernis, bevor die Horden einfallen.«
»Gute Idee«, sagte Tucker.»Du weißt ja, alle bleiben dauernd stehen, um ein paar Worte miteinander zu wechseln. Wenn du jetzt nicht da rüberkommst, kommst du nie rüber.«
Harry sah zu dem Hund hinunter. »Du hast eine Menge zu sagen.«
»Ja, aber du hörst nicht zu.«
Vom östlichen Hindernis aus konnte Harry die anfahrenden Autos nicht sehen, aber sie konnte den stetig anwachsenden Lärm hören. Froh, allein zu sein, biß sie in das saftige Schinkenbrötchen. Sie bemerkte Mim, die durch das Tor zum großen Haus in Richtung Rennbahn ging. Der wahltaktische Rundgang war wohl zu Ende, dachte sie, ein weiterer Grund, weshalb es ihr gefiel, im Hintergrund zu bleiben - kein Händeschütteln.
