Dr. Larry Johnson steckte den Kopf aus dem Beifahrerfenster des Landrover. »Alles klar?«

Harry salutierte. »Ja,Sir.«

»Hallo, Tucker«, sagte Larry zu dem treuäugigen Hund.

»Hi, Doc.«

»Wir haben ungefähr zehn Minuten.« Larry wandte sich Jim San­burne zu, Minis Ehemann und Bürgermeister von Crozet, der am Steuer saß. »Nicht, Jim?«

»Könnte hinkommen.« Jim lehnte sich zum Beifahrerfenster hin­über, seine massige Gestalt verdeckte das Licht von der Fahrerseite. »Harry, Sie wissen, daß Charles Valiant und Mickey Townsend sich zanken wie Katze und Hund, also achten Sie gut auf die Rennen, für die beide Nennungen haben.«

»Worum geht's?« Harry hatte nichts von dem Streit gehört.

»Keine Ahnung. Diese verdammten Trainer sind die reinsten Pri­madonnen.«

»Mickey hat Chark beschuldigt, er hätte Addie angewiesen, letztes Jahr beim Maryland Hunt Cup seinen Jockey zu behindern. Sein Pferd hat beim sechsten Hindernis gezögert und konnte es dann nicht ganz packen«, erklärte Larry.

»Mickey ist ein schlechter Verlierer«, sagte Jim brummend zu Lar­ry. »Der bricht einem die Finger, wenn man ihn beim Damespiel schlägt - vor allem, wenn's dabei um Geld geht.«

Harry seufzte. »Das reicht noch weiter zurück.«

»Stimmt. Charles haßt Mickey seit der allerersten Verabredung, die Mickey mit seiner Mutter hatte.« Jim führ mit dem Finger unter sei­nem Gürtel entlang. »So was nimmt manche Söhne ganz schön mit. Aber Charles hatte allen Grund zu der Sorge, daß Townsend nur ihr Geld wollte.«

»Chark verstand nicht, wie sie Mickey Arthur vorziehen konnte.« Larry Johnson erinnerte sich an die Romanze, die vor sieben Jahren begonnen und mit Erschütterung und Entsetzen für jedermann geen­det hatte. »Ich schätze, jede Frau, die Arthur mit Mickey vergleicht, wird Mickey den Vorzug geben. Ich glaube nicht, daß es etwas mit Geld zu tun hatte.« »Können Sie auf Anhieb sagen, welche Rennen.«



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